Donnerstag, 31. Dezember 2009

Sonntag, 20. Dezember 2009

Merry Christmas to all!



Es ist doch einfach unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Da reist man mal kurz ans andere Ende der Welt und schon ist wieder Weihnachten. Nur so ganz wahr haben wollen wir es dann doch noch nicht. Das Wetter passt einfach überhaupt nicht zu Lichterketten, Weihnachtsmännern und -Bäumen oder Geschenke kaufen.

Auch die jährlich stattfindende Farmers Christmas Parade konnte daran nichts ändern. In Auckland seit vielen Jahren eine Institution, konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen dabei zu sein, wenn riesige Schneemänner durch die Häuserschluchten schwebten und Männer in Röcken wundersame Instrumente spielten. Mit den großen Paraden in den USA konnte Auckland verständlicherweise nicht mithalten, aber die Atmosphäre war dafür deutlich familiärer und es war schon lustig den ganzen teilnehmenden Vereinen und Vereinigungen bei ihren Darbietungen zuzusehen.





Aber auch unsere Nachbarschaft hat sich als wahres Zentrum des weihnachtlichen Wahnsinns herausgestellt. Die Bewohner der Franklin Road in Ponsonby (2 Minuten zu Fuß von uns) fechten jedes Jahr einen Wettkampf mit dem Titel "Wer hat die meisten Lichter am Haus" aus. Das Spektakel dauert den ganzen Dezember und sobald es dunkel wird staut sich der Verkehr auf der Strasse, die Bürgersteige sind mit Schaulustigen, Kindern, Eltern mit Weingläsern, Musikanten und Eisverkäufern gefüllt. Einige Anwohner arbeiten sogar komplexe Lichtshows aus und hinterlegen sie mit passender Musik. Ein wirklich tolles, kitschiges aber auch sehr lustiges Event. Nur eines möchte ich nicht zu Gesicht bekommen... die Stromrechnung für den Monat Dezember!







Auch wenn Auckland eigentlich ein Dorf ist, so lernen wir doch immer noch neue Plätze kennen. Sabines Mentorin Lorraine nahm uns einen Abend unter ihre Fittiche und zeigte uns, dass man nie zu alt für anständiges Barhopping ist. Der Abend startete im Shanghai Lil's am unteren Ende der Franklin Road. Von außen völlig unscheinbar, gibt es noch nicht einmal ein richtiges Schild, dass einem den Weg weisen würde. Sobald man aber durch die Tür tritt, wechselt man kurzerhand den Kontinent und fühlt sich in eine alte chinesische Opium-Höhle versetzt. Tolles Interieur, zum Teil Live Musik, hervorragende Cocktails und ein Besitzer der definitiv ein wandelndes Geschichtsbuch ist. Anschließend ging es für uns weiter in den Gypsy Tearoom, eine Szene Kneipe in Grey Lynn um dann kurz die Straßenseite zu wechseln und endlich auch etwas zu Abend zu essen. Das "delicious" war unsere Wahl. Ein italienisches Bistro / Restaurant, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Klein, keine Möglichkeit für Reservierungen, immer voll aber unbedingt einen Besuch wert. Die selbstgemachten, gefüllten Nudeln waren einfach ein Gedicht. Lorraine, vielen Dank es war ein unvergesslicher Abend!

Wir haben uns in den vergangenen Wochen aber nicht nur die Bäuche vollgeschlagen, sondern waren natürlich auch weiterhin sportlich aktiv. Schließlich müssen wir ja für den Sommer unsere Bikinifigur wieder auf Fordermann bringen.
Bei mir stand am letzten Wochenende der Alver Classic Fun Run auf dem Programm. Ein Spaßlauf den Freunde von uns organisiert haben und bei dem es eine Halbmarathondistanz zu bewältigen galt. Wie man dies tat (ob zu Fuß, gehend oder laufend oder doch unter Zuhilfenahme von zwei Reifen, einer Kette und ein paar Pedalen) blieb jedem selbst überlassen. Man musste lediglich seine anvisierte Zielzeit angeben (damit zum Schluss alle zur selben Zeit ankommen). Wir hatten traumhaftes Wetter und der Lauf sowie der anschließende Brunch waren eine schöne Gelegenheit wieder neue Leute kennenzulernen.


Damit aber nicht genug. Das schöne Wetter hier will ja schließlich genutzt werden, somit wurde nun auch offiziell von uns die Strandsaison 2009 / 2010 ausgerufen. Um den großen Wellen in Piha oder Muriwai gewachsen zu sein, rüsteten wir auf und nennen nun zwei hochprofessionelle Boogie Boards unser eigen. Auf dem Weg zum Wasser sehen wird damit auch schon richtig schick aus... lediglich an unserer Performance im Wasser müssen wir noch ein bisschen feilen. Das hat momentan noch eher etwas von unbeholfenem Untergehen als rasantem Surfen. Aber wir arbeiten an unserer Technik.

Zu guter Letzt haben wir nun auch unseren ersten Besuch aus Deutschland bekommen. Damit sie sich auch gleich gut einleben konnten, haben wir alle (quasi als Anti-Jetlag-Maßnahme) erst einmal den ganzen Tag durch Auckland gescheucht und am Abend auch gleich noch nach Ponsonby. Ich kann nur sagen, wir waren beeindruckt von ihrem Durchhaltevermögen. Wahrscheinlich hätten sie uns auch noch heftig verwünscht, wären sie beim Aufschlagen auf dem Bett nicht sofort eingeschlafen. Sabine und Jörg schickten wir am nächsten Tag gleich auf die große Reise durchs Land, während Heinrich die nächsten Tage einen kurzen und knackigen Auckland-und-Umgebung-Crashkurs erhielt. Nach 5 Tagen ging es dann auch für ihn im Rahmen einer Reisegruppe los. Damit uns auch in den nächsten Tagen nicht langweilig wird, stehen die nächsten Besuchstermine auch schon wieder fest. Wir freuen uns drauf!

So, nun allen schöne und erholsame Weihnachtstage, viele Geschenke und dann einen guten Rutsch ins neue Jahr.



It is really unbelievable how fast time goes by. In one moment you shortly move to the other end of the world and in the next moment it's Christmas again. Right now that fact is quite hard to take for us because the weather and climate is absolutely not matching all the lights, Santa Claus and Christmas trees or even buying presents.

Even the annually held Farmer's Christmas Parade didn't help us. In Auckland the parade is a must, that's why we had to watch huge snowmen drifting in between the skyscrapers and men in skirts play weird instruments. The event couldn't of course compete with the US counterparts but therefore the atmosphere was much more family oriented and it was really funny to watch all the different participants doing their thing.

Furthermore our neighbourhood decided to become the true centre of Christmas madness. Every year all the residents of Franklin Rd. (approx. 2 min. by foot from us) enter an unofficial competition with the title "Who's house is the brightest one". The racket last all December and as soon as it gets dark there are traffic jams in the street, millions of people on the sidewalks, kids, parents with wineglasses in their hands, musicians and ice cream vendors. Some of the residents even work out complex lightshows including the right background music. It's a really fun and cheesy event. There's just one thing I would be really scared of... the power bill for December.

Also Auckland is kind of a village, we still get to know lots of new and exciting places. Sabine's mentor Lorraine took us out one night and showed us that you are never to old for a good night out. We started our evening at Shanghai Lil's at the lower end of Franklin Rd.. From the outside there is not much to see, not even a sign showing you what kind of bar you are about to enter. As soon as you walk through the door you suddenly change the continent and feel like you entered an old Chinese opium den. Great interior, live music, excellent cocktails and the owner is definitely a walking history book. After a decent drink we went on to the Gypsy's Tearoom, a famous bar in Grey Lynn and then across the street to finally get something to eat. We chose the "delicious", an Italian bistro / restaurant, that definitely stood up to its name. Small, no reservations, always packed but always worth a visit. The homemade pasta was fabulous. Lorraine, thank you for a fantastic evening!

Eating wasn't all we did through the last couple of weeks, of course, we also were quite sporty. With a definite need to get our bodies "beach presentable".
On my agenda was the Alver Classic Fun Run which was a fun half-marathon organised by friends. The way how you decided to conquer the distance was up to you. You just had to tell the organisers your ETA to ensure that everybody would finish at the same time. We had perfect weather and had great opportunities during and after the run to meet new people.
But that's actually not all. To fully enjoy the great weather we officially started our beach season 2009 / 2010. To be a match for the big waves in Piha or Muriwai we bought ourselves two highly professional boogie boards. We really look good on our way to the water by now... but actually... I think we have to improve our performance in the water a little bit more. At the moment it's a bit closer to coordinated sinking than real surfing. But we work on our technique, promised.

Last but not least, our first visitors have arrived from Germany. And to help them to quickly adjust to the time zone and weather (kind of an anti-jetlag-management) we pushed them around Auckland all day long and in the evening even up to Ponsonby. We were really impressed by their will to go through this experience. Maybe they would have cursed us in a really bad way, but fortunately for us they fell asleep as soon as they hit their mattresses. Sabine and Joerg went on their way the very next morning, while Heinrich was getting a short crash course in terms of Auckland and it's beaches. After 5 days he also left and joined a travel group for the rest of his stay. To ensure that the next couple of days are not going to be boring, we have a couple of visitors already on standby. We are definitely looking forward to them.

But now, merry Christmas to everybody, we wish you all the best, lots of presents and a happy new year!

Dienstag, 24. November 2009

BREAKING NEWS: Country waits in awe while women's rest is repaired!!!


Ich möchte ja nun wirklich nicht nörgeln und ja ich weiß, wir sind hier ein bisschen ab vom Schuss. Aber hin und wieder habe ich dann doch das Gefühl, dass die Kiwis manchmal eine seltsame Vorstellung von 18.00 Uhr Fernsehnachrichten und sonstigem Weltgeschehen haben. Eine breite internationale Berichterstattung ist hier generell eher selten zu bewundern und ich verstehe auch, dass man sich bedingt durch die geographische Abgeschiedenheit, vermehrt den lokalen Ereignissen widmet. Aber so langsam schaffen es die Damen und Herren von TVNZ sich journalistisch selbst in diesem Bereich in völlig ungeahnt Höhen zu schrauben.
Zur besten Sendezeit riss uns vor kurzem diese Meldung förmlich von unseren Sitzen. Unglaublich, schockierend und am Ende auch noch ein wunderbares Happy End. Endlich, nach vielen Jahren der Qualen und des Leidens war es soweit... Die historische Damentoilette in Palmerston North wurde endlich repariert. Nach Jahren des Wassermangels und gezielten Eimertragens wurde nun endlich reagiert. Ein Aufatmen ging durch die Nation. Fernsehteams waren vor Ort und auch die Opfer, dieser dunklen, grausamen und natürlich trockenen Episode in Neuseelands langer Geschichte, kamen zu Wort. Endlich kann das Erlebte aufgearbeitet werden und, auch wenn es wahrscheinlich noch lange dauern wird, die Wunden können heilen. Um das Ausmaß wirklich bereifen zu können, hier der Artikel und natürlich auch das Video.

Manchmal, aber auch nur manchmal macht mir dieses Land hier ein kleines bisschen Angst... aber nur ein bisschen natürlich.

Zum Glück gibt es dann doch auch noch gutes aus dem Land der langen weißen Klobürste... ups, ich meine... Wolke zu berichten. Auch wenn wir es anhand des zunehmend sommerlichen Wetters hervorragend verdrängen, es weihnachtet auch in Down Under langsam. Seid dem ersten November wurde in jedem Geschäft, Kaufhaus oder auch nur in den Vorgärten der Nachbarschaft der große Weihnachts-Countdown ausgerufen. Wir können uns vor lauter Glitzerketten und Plastikweihnachtsmännern fast nicht mehr retten. Selbst die Americas Cup Yacht im Hafen musste dran glauben und wurde kurzerhand in einen überdimensionalen Weihnachtsbaum umfunktioniert.


Es ist wirklich ein seltsames Gefühl und vor allem fast unmöglich bei 20º Grad, kurzen Hosen und Sonnenbrille in die richtige Stimmung zu kommen. Wobei ich aber durchaus gestehen muss, dass warmes Wetter und Sonnenschein doch schöner sind als manchmal Schnee, meist Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt. In Anbetracht der äußeren Umstände werde wir das diesjährige Gansessen aber wohl in ein BBQ am Strand mit kaltem Bier umwandeln. Das Leben kann manchmal wirklich hart sein.





Wie viele unserer Freunde ja schon wissen, ist unsere Jobsuche bisher leider nicht von Erfolg gekrönt worden. Da zudem noch Neuseeland von Dezember bis Januar Ferien hat, stehen die Chancen auf beruflichen Erfolg leider sehr schlecht. Wobei in den letzten Gesprächen auch immer wieder auf unser größtes Manko hingewiesen wurde. Ja, so langsam wissen wir es... wir sind und werden es nun mal auch nie sein... geborene Kiwis. Aus diesen Gründen haben wir beschlossen, dass wir voraussichtlich nächstes Jahr wieder nach Deutschland zurückkehren werden. Eines ist aber ganz sicher, wir haben nie und werden es auch in Zukunft nicht, unseren Schritt hierher bereuen. Es war das Beste was wir machen konnten und wir genießen jede Sekunde. Daran kann auch der manchmal aufflackernde Frust über die Kurzsichtigkeit der Kiwis nichts ändern. Wir haben hier vieles gelernt, jede Menge Freunde gefunden (die uns auch nur sehr schweren Herzens gehen lassen wollen) und auch gesehen, was wir für wundervolle Freunde in Deutschland haben. Lasst es mich mal kurz so sagen: Euer Feedback, Eure Unterstützung genial und unbeschreiblich!!! Vielen Dank und wir freuen uns schon wieder sehr auf euch.

Auch wenn wir uns schon darauf gefreut haben, dass wir jetzt hier in aller Ruhe den Sommer genießen können, wird es wahrscheinlich alles andere als ruhig werden. Denn wir kriegen Besuch und noch dazu jede Menge. Wir werden also in den sauren Apfel beißen müssen und die ganze Zeit an Stränden, beim BBQ, in der Stadt oder auf sonstigen Sight-Seeing-Exkursionen verbringen. Das ist gleich so furchtbar, dass ich mein Grinsen schon gar nicht mehr aus dem Gesicht bekomme.

Es bleibt also nur noch eins zu sagen... AUF IN DEN SOMMER... es sind nur noch 5 Tage...



I really don't want to nag and yes, I know we are a little bit of the beaten track here. But once in a while we get this distinct feeling that Kiwis do have a slightly weird perception about their 6.00 pm news show and world news in general. Vast international news feeds are actually pretty rare here and I do understand that because of our remote location, we do concentrate more on local news. But slowly the guys from TVNZ manage to reach even here unbelievable heights of professional journalism. Recently we were nearly blown off our seats by these news. Unbelievable, shocking but in the end a wonderful happy ending. Finally after years of suffering and pain... the historic women's loo in Palmerston North was repaired. After years of low water supply and dedicated bucket-carrying the city reacted. A sigh of relief went through the nation. TV crews rushed to the location and even the victims of this dark, gruesome and of course dry episode in New Zealand's long history were able to speak up. Finally it is possible to reclaim these experiences and, even when it's going to take a long time, the wounds can heal. To grasp the extension of these news, here is the article and of course the video.

Sometimes, but only sometimes I'm a little bit scared of this country... just a tiny little bit of course.

Fortunately there are also good news from the land of the long, white toilet brush... whoops, sorry... I mean cloud. Even when we tend to forget it because of the more and more summerly weather, Christmas is even coming to Down Under. Since the first of November every store, every mall and every neighbouring front yard prepares for Christmas. It is nearly impossible to get around all these lights, glittering things and plastic Santa Clauses. Even the Americas Cup yacht in the harbour was redecorated to become a giant xmas tree. It is a weird feeling and nearly impossible to get into the right mood with 20ºC, shorts and sunglasses. Whereas I have to admit that warm weather and sunshine are much nicer than sometimes snow, mostly rain and freezing temperatures. Taking the surrounding factors into account we might have to skip the turkey for BBQ and beer on the beach. Life really is tough sometimes.

As a lot of our friends already know, our job hunt wasn't too successful during the last couple of month. Furthermore New Zealand is virtually shutting down during December and January because of the big summer holiday, so the prospect job wise isn't the best one. Also during the last couple of talks we had, we were constantly reminded of our biggest drawback. Yes, we know by now... we are not and never will be... natural-born Kiwis. For these reasons we decided that we are very likely to go back to Germany beginning of next year. One thing is for sure; we never had or will regret our move here. It was the best decision we made and we enjoy every bit of it. Even the sometimes emerging frustration when it comes to Kiwi decision-making, can't change our minds. We learned a lot, found many friends (who don't want to let us go that easily) and also realized (we knew of course), how many great friends we have back in Germany. Let us put it that way: Your feedback, your support was absolutely great and unbelievable. Thank you guys and we are definitely looking forward to see you soon.

Even so we were eager for some nice quite summer time with all the job search out of the way, we found out that it might not be as quite as we hoped. We are getting visitors and I mean a lot. So we might have to suffer while hanging around the beach, at a BBQ, in the city or any other sight seeing location all the time. It's going to be really tough... so tough that I can't get the grin out of my face.

That just leaves one more thing for me to say... SUMMER, HERE WE COME... just 5 more days to go...

Dienstag, 3. November 2009

Why it is a good thing to get up at 3.00am, just to have a little run...

Am letzten Sonntag war es endlich soweit. Nach 8 Monaten Vorbereitung, mehr als 800 gelaufenen Kilometern, einem zweiten Paar Schuhe, unzähligen Müsliriegeln und jeder Menge Powerade stand am 01. November unsere große Prüfung bevor. Sabine musste beim Halbmarathon (21,1km) bezwingen und ich wagte mich an die ganz große Herausforderung... den Marathon (42,2km). Um auch gleich ein paar möglichen Fragen vorzubeugen - nein - die Distanz wird nicht über mehrere Tage aufgeteilt, Autos sind auch nicht zugelassen, nicht einmal Golfcarts. Nachdem wir schon zwei Tage zuvor unsere Startnummer und den Timing-Chip abgeholt hatten, standen am Samstag Abend die letzten Vorbereitungen für unseren großes Tag an. Die Rückseite der Startnummern wurden mir der eigenen Krankengeschichte, Notfall- Kontakten und -Nummern versehen, diese dann an die Laufshirts geheftet. Der Timing-Chip wurde an den Schuhen befestigt, die Pulsuhren warmgelaufen, Bananen und isotonische Getränke bereitgestellt und natürlich ein riesiger Teller Nudeln gegessen.



Nach einer viel zu kurzen Nacht klingelte um 3.00 Uhr morgens unser Wecker. Wer bitte kommt auf die wahnsinnige Idee einen Marathon um 6.10 Uhr zu starten? Also, außer den Kiwis, meine ich? Nach einem ausgiebigen Runner-Frühstück ging es dann auf zur Fähre nach Devonport. Da in der Nacht ja Halloween gefeiert wurde, begegneten wir auf unserem Weg noch unzähligen Partygängern, die sich langsam auf den Weg ins Bett machten, während wir da ja gerade rausgefallen waren. Nach einer kurzen Überfahrt mit einem wunderschönen Blick auf die erleuchtete Skyline ging es dann in Devonport auf die King Edward Parade zum Start. Das erfrischenste Erlebnis kam, als es Zeit wurde unsere warmen Jacken auszuziehen und uns für den Start vorzubereiten. 8 Grad Celsius verschaffen einem in kurzen Hosen und T-Shirt wirklich frische Gedanken. Um 6.10 Uhr war es dann für mich soweit, während Sabine noch bis 6.45 Uhr warten musste. Dank der ersten Sonnenstrahlen konnten wir nun auch endlich sehen wohin es gehen sollte (
nachts Sonnenbrillen zu tragen, verschafft einem nicht wirklich den nötigen Durchblick). Die erste Hälfte des Laufs führte uns durch die North Shore. Es ging von Devonport nach Takapuna und weiter über North Cote, die Harbour Bridge, an der Westhaven Marina vorbei zum Victoria Park. Das Wetter meinte es wirklich gut mit uns und so bekamen wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Meer geboten. Die Strecke war besonders für Sabine interessant, da es eigentlich nur bergauf und anschließend wieder bergab ging (sie hatte fast nur in der Ebene trainiert). Im Victoria Park war für Sabine dann nach 21,1km Schluss für die sie sehr gute 2h28min benötigte. Eine Gemeinheit für die Marathonläufer war bei Halbzeit die Nähe zum Ziel. Wir liefen ganze 200m an unserem späteren Endpunkt vorbei. Entspannung, Ruhe, einfach nur sitzen und ein kühles Bierchen trinken in greifbarer Nähe... aber dann 200m vor der Erfüllung dieses wundervollen Traums - abbiegen nach links und sich mit jedem Schritt weiter davon entfernen. Wirklich gemein so eine Streckenführung. Also Zähne zusammenbeißen und weiterlaufen. Durch den CBD, am Frachthafen vorbei, über Mission Bay nach Saint Helliers Beach und weil es so lustig war das Ganze auch gleich wieder zurück. Hier draußen wurde der Lauf dann auch psychisch anstrengender, da sich das Feld auseinander gezogen hatte und auf langen Passagen kaum Zuschauer anfeuerten. Auch gab es für mich die Begegnung der 3ten Art als mir bei Kilometer 24 der spätere Sieger entgegen kam - nein - rannte, flog... mit nur noch 3km zu laufen. In diesem Moment kam ich mir langsam vor, sehr, sehr langsam. Die letzten 7-8km waren wirklich die schwierigsten und es ging für mich nur noch darum im Rhythmus zu bleiben und einfach anzukommen. Die Entschädigung für die Strapazen gab es dann aber auf der Zielgerade. Ein unglaubliches Gefühl vor hunderten Menschen die letzten Meter zum ersten eigenen Marathon zu laufen. Vergessen waren alle Schmerzen und Anstrengungen, nicht nur der letzten Kilometer sondern auch der gesamten Vorbereitung. Nach 4h12min war es geschafft. Wahnsinn! Das Gefühl sich selber zu beweisen zu was man in der Lage ist und über diese Ziellinie zu laufen... ein Traum!



Auch wenn ich sicher noch 1-2 Tage brauche bis mein Treppensteigen wieder halbwegs normal und nicht wie Joe Cocker beim Singen aussieht, glaube
ich nicht, dass dies mein letzter Marathon war. Wir hatten einfach eine super Zeit!




Last Sunday it was finally time. After 8 month of preparation, more than 800km being run, a second pair of shoes, uncounted cereal bars and tons of Powerade on November the 1st we faced our huge challenge. Sabine had to conquer 21,1km for her half-marathon while I was facing the really big challenge... the marathon (42,2km). To obviate some questions right away - no - it's not possible to divide up the distance over a couple of days and you're not allowed to use cars, not even Golf-Carts. After we collected our race numbers and timing chips two days earlier, we had to go through the last preparations for the big event. We put our medical history, emergency-numbers and -contacts on the back of our race numbers and attached them to our running shirts. The timing chip was stuck to our shoes, the heart rate monitors prewarmed, bananas and isotonic drinks prepared and of course, we had a huge bowl of pasta for dinner.

The alarm went of at 3.00am
after a far too short night. Who on earth, by the way, came up with the crazy idea to start a marathon at 6.10am? I mean, other than a Kiwi? After a huge runners breakfast we went to catch the ferry to Devonport. Saturday night of course was Halloween so we met a lot of party people on our way. They on their way to bed, the nice and warm place we got kicked out so recently. After a short boat ride across the harbour (incl. a nice view of the Auckland skyline) we arrived in Devonport and made our way towards the King Edward Parade - the starting line. We had our most refreshing experience of the day when we took of our jackets to prepare for the start of the race. You really become refreshed enjoying 8 degrees Celsius in a t-shirt and shorts. Finally at 6.10am I got underway while Sabine had to wait a little longer until 6.45am. Thanks to the first sunbeams we were finally able to see where to go (having your sunglasses on during the night doesn't really help with a much needed perspective). The first half of the run took us thru the North Shore. We went from Devonport to Takapuna and on thru North Cote, the Harbour Bridge, along Westhaven Marina towards Victoria Park. The weather definitely was on our side and we could enjoy a beautiful sunrise over the ocean. The track was most interesting to Sabine because it was just going up and down (and she had just trained on even roads). Sabine finished her 21,1km after 2h28min at Victoria Park. The meanness for us marathon runners was the fact that we were so close to the finish line. Just 200m separated us from it. Recreation, Quietness, just sitting down, having a beer so close... but then 200m in front of that wonderful dream, we had to take a hard left and were getting further and further away. The organisers did that on purpose, that's for sure, Bastards! So, clench your teeth and keep on running. Thru the CBD, along the container harbour, along Mission Bay towards Saint Helliers Beach and because it has been so much fun, all the way back again. Out there the run became psychologically more straining because the running field fell apart and far less supporters cheered us on. Furthermore I had an encounter from outer space. When I passed the 24km mark the future winner came the other way - no - running, flying with just 3 more km to go. I really felt very, very slow at that moment. The last 7-8km where among the most straining, it was all about keeping the rhythm and just making it. I received the compensation for all the hardness on the final meters. It was an unbelievable feeling to run the last couple of steps of your very first marathon and that in front of hundreds of people. All the pain, the strain, not only from the last km but also from the whole preparation and training just vanished. I did it after 4h12min. Crazy, unbelievable! To prove to yourself what your are capable of and crossing that finish line... a dream! Even so it might take me another 1 or 2 days to finally go down the stairs in a normal way and not like Joe Cocker singing, I think, that this hasn't been my last marathon. It was a great time!


Donnerstag, 22. Oktober 2009

Running for miles and how to make it rain...

So langsam wird es für uns ernst, denn der erste November rückt wirklich unaufhaltsam näher. Das Training für unseren großen Lauf ist fester Bestandteil unseres Alltags geworden, wir bewegen uns nur noch rennend durch unser Haus und selbst im Schlaf gehen wir noch mental die zu absolvierende Strecke durch. Den Höhepunkt unserer Vorbereitung hatte Sabine letzte Woche mit einem kleinen sonntäglichen Halbmarathon und bei mir standen vor 2 Wochen 32 km auf dem Programm. Diese Entfernungen bescheren einem wirklich ein völlig neues Körpergefühl, das irgendwo zwischen Ekstase, Verzweiflung, zen-gleicher Fokussierung, einer Prise Wahnsinn und reinem / ungefiltertem Schmerz liegt. Um es kurz zu machen... es macht Spaß. Allerdings gab es auch kleinere Ausfälle zu vermelden. So versuchte Sabine das Gewicht ihres Camelbacks durch konstante Reibung zu verringern, allerdings stellte sich dieser als wesentlich robuster als ihr Hals heraus.


Ich blieb zu meinem Glück bisweilen von größerem Ungemach verschont, wobei ich schon sagen muss, dass eine Treppe nach 32km laufen doch ein sehr interessantes Hindernis darstellen kann. Wobei ich bis heute nicht verstehe, warum sich Sabine partout weigerte mich dieselbige hinauf zu tragen. Die letzten 2 Wochen vor dem Rennen heißt es jetzt aber weniger trainieren und dafür mehr regenerieren. Die Nahrungs-Power-Boost-Gels für unterwegs sind gekauft (auch wenn die Inhaltsstoffe verdächtig an Raketentreibstoff erinnern), die restlichen Wehwehchen werden auskuriert und dann geht es auf zum großen Lauf. Nur warum die Kiwis die Startzeit unbedingt auf 6.10 Uhr morgens setzten mussten, ist mir wirklich ein Rätsel. Vor allem wenn ich daran denke, dass wir noch die Fähre nach Devonport zum Start nehmen müssen. Die spinnen, die Kiwis!

Nun aber zu einem weltpolitisch viel wichtigeren Thema. Wir wissen wie man Regen macht. Also nicht wirklich, aber wir wissen was man tun muss, damit es regnet... einfach einen BBQ kaufen. Oder um lokal politisch korrekt zu bleiben, einen Barbie. Es kann für Wochen das schönste Wetter sein, kaum tritt man
stolz mit der neu erworbenen Fleischgareinheit vor den Laden... bumm, ziehen sich die Wolken zu beachtlichen Türmen zusammen und es regnet für die nächsten 3 Monate. ...mindestens! Zumindest erging es uns so, nachdem wir stolze Eigentümer eines 2 Burner Kiwi Deluxe Modells inklusive 9 kg Gas-Buddel wurden. Immerhin gab mir das schlechte Wetter eine gute Gelegenheit das Gerät in Ruhe auch ohne eine Gebrauchsanweisung zusammenzusetzen. Besonders überraschend... der Grill hatte am Ende wirklich Ähnlichkeit mit dem Bild auf der Verpackung. Erstaunlich! Das Wetter war uns dann in der Zwischenzeit auch halbwegs wohl gesonnen, so dass wir immerhin schon zwei Mal die Höllenglut anwerfen und jede Menge Huhn, Gemüse, Spieße und sonstige Schweinereien rösten konnten. Sehr lecker und das Beste, am Wochenende soll das Wetter schön werden!



Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote über lokale Handwerker. Vor ca. 1,5 Wochen wurde bei uns ein Zettel eingeworfen, dass in ein paar Tagen die Fassaden in unserem Quarter gereinigt werden sollten und man doch bitte die Unannehmlichkeiten entschuldigen möge. Als es dann soweit war marschierten ein paar Herren mit dem Raab-Karcher-Gedächtnis-Hochdruckreiniger an und nahmen die Häuser ins Visier. Als sehr löblich empfand ich besonders die Sorgfalt, die die Herren bei unserer hinteren Tür an den Tag legten. Akribisch, aus kürzester Entfernung wurde auch noch das letzte Krümmelchen Schmutz abgewaschen. Schade nur, dass unsere Tür nicht wirklich gut schließt, von den Spaltmaßen in der Größe eines durchschnittlichen Kleinwagens einmal abgesehen. Nach einem kurzen Gang durch unsere Küche fand ich dann die Idee mit dem Pool im Haus auch sehr erfrischend und konnte meine Freudenrufe auch nur schwerlich zurückhalten. Immerhin glänzt unsere Küche nach der porentiefen Reinigung mit der Außenmauer inzwischen um die Wette.

...eines ist hier jedenfalls sicher... langweilig wird uns am anderen Ende der Welt wirklich nicht. Und nun im Voraus schon einmal einen schönen Labour Day!



On thing is for sure, the situation is getting serious as November 1st is approaching. The training for our big run is now an integral part of our daily life, we only run through our house and even while sleeping we mentally work our way through the planned course. Sabine had her training peak last week with a small Sunday half-marathon, while mine was two weeks ago with relaxing 32 km. These distances present a whole new body-experience to you, which is somewhat between ecstasy, desperation, zen-like focus and a small hint of pure and unfiltered pain. To make long things short... it's fun. But we also had to fight a few minor deficiencies. While Sabine tried to diminish the weight of her camelback a bit through constant friction on her neck, the camelback
interestingly proved to be much more durable.

Lucky for me I wasn't harmed by any unfortunate events so far, where as I have to admit that facing a set of stairs after a 32 km run presents in itself a fascinating challenge. There is just one thing I definitely didn't get, why Sabine refused so persistently to carry me up the stairs. During the last two weeks before the race our main focus shifts from training to regeneration. We bought the Food-Power-Boost-Gel-Thing for the run (the ingredients remind me mysteriously of rocket fuel), the little aches and pains are healing and then we are ready for the race. Only why the Kiwis decided to start at 6.10 am is a complete mystery to me. Especially when I think of the fact that we have to take the ferry to Devonport to get to the start. Bloody Kiwis!

But now to a more globally important issue. We now know how to create rain. Actually not really, but at least we know what to do, to make it rain... just buy a BBQ. Or to be more locally PC, a barbie. You can have sunshine for weeks on end, as soon as you step in front of the store with a new flame-induced-meat-burning-facility... BUMM... the clouds grow into huge towers and it's starting to rain for the next 3 month... at least! That's what happened to us after we became proud owners of a 2 burner Kiwi Deluxe model including the 9kg propane bottle. At least the bad weather gave me the chance to quietly assemble the BBQ without any help of instructions. Really impressive was the fact that afterwards there were some significant similarities between the picture on the packaging and my work. Astounding! In the meantime the weather improved a bit, so we had the chance to roast some chicken, veggies and some more meaty stuff on our personal hellfire twice. Really tasty and the best thing, the weather is supposed to be really nice over the weekend!

Closing with some small anecdotes concerning local craftsmen. Around 1.5 weeks ago we got a small letter stating that within a couple of days the houses and walls in the quarter will be cleaned and that one should please excuse any inconveniences. When the time came a few guys arrived with their raab-karcher-memorial-water-blasters and took serious aim. What one could really hold to their credit was the care the guys took, especially on our backdoor. Painstakingly and up close and personal, they managed to get rid of the tiniest bit of dirt. What a bummer, that this door doesn't really close tightly, not even thinking of the clearance with the size of a midsized car. After a short walk around our kitchen I really found the idea of an indoor pool truly refreshing and it took me some serious self-control not to cry of pure joy. At least our kitchen is now competing over the title of cleanest place on earth with our outer walls.

One thing is for sure... It's never going to be boring around here. And now a happy Labour Day in advance to everybody.

Montag, 5. Oktober 2009

Sports, Pour Habits and a lot of Bad Religion...

Was macht eigentlich das Wetter hier wieder? Nachdem wir jetzt so entspannt in Richtung Frühling unterwegs waren, haben wir seit Sonntag einen (hoffentlich nur kleinen) winterlichen Rückfall. Das ging soweit, dass laut NZ Herald sogar 38 Autos heute Nacht auf der Straße zwischen Napier und Taupo im Schnee feststeckten. Unglaublich!

Die Wetterkapriolen bescherten uns gestern aber auch beste Trainingsbedingungen für unseren bevorstehenden Marathon. 15km bzw. 29km im Regen zu laufen, gehört wirklich nicht zu den schönsten Sonntagsbeschäftigungen. Aber was sollen wir machen, schließlich haben wir nur noch 4 Wochen Zeit um für unseren Lauf
fit zu werden. Über eine Strecke von ca. 23km fühle ich mich auch inzwischen halbwegs wohl, danach wird es aber wirklich anstrengend. Während des Laufen ging es ja noch halbwegs, nachdem ich dann aber mit meiner Strecke durch war und angehalten habe, flogen mir fast meine Kniescheiben um die Ohren. Gesund ist das ganze wahrscheinlich nicht wirklich und über die vollen 42km will ich im Moment auch lieber nicht nachdenken. Da habe ich am 01. November lange genug Zeit dazu.

Nachdem für uns so ein bisschen Laufen am Nachmittag ja nicht ausreicht, wollten wir die wirkliche Herausforderung. Also ging es für uns abends dann noch einmal raus und in Richtung Town Hall. Nachdem Neuseeland nicht wirklich das Epizentrum der Live-Musik ist, konnten wir uns die Gelegenheit eines anständigen Konzertes nicht entgehen lassen. NOFX und Bad Religion (für alle nicht zu sehr musikalisch vorbelasteten Leser; es handelt sich hierbei um zwei sehr bekannte Punk Bands aus den USA) zusammen auf einer Bühne und dann noch am anderen Ende der Welt... ein Muss! Vor allem wenn ich bedenke, dass ich beide Bands das letzte Mal während meiner Abi-Zeit gesehen habe. Das Konzert war richtig gut (nicht zu vergessen die ebenfalls geniale Vorband "Pour Habits" aus Kalifornien), sehr lustig, nur das Publikum war irgendwie jünger als ich es von damals in Erinnerung hatte. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur ein bisschen älter geworden!? Sehr seltsam jedenfalls.








Auf der beruflichen Seite hat sich in der Zwischenzeit nicht wirklich viel getan, außer dass wir nun vermehrt an Projekten in und um Auckland mitarbeiten. So haben Sabine und ich eine Freundin bei der Entwicklung ihrer Marketing-Strategie für ihr Modelabel unterstützt, Sabine bei der strategischen Neuausrichtung eines Theaters mitgearbeitet und ich mich um die Entwicklung von Genossenschaften im D-A-CH Milchmarkt gekümmert. Wir werden sicherlich nicht reich damit, aber immerhin können wir langsam mal mit unserer Kiwi-Erfahrung und Referenzen prahlen, die hier allenthalben bei Bewerbungen verlangt werden. Ob es uns weiterbringt werden wir sehen.

Nun aber genug geschrieben, ich muss raus und einen Sonnen-Frühlingstanz aufführen... so ein mieses Wetter kann wirklich nicht sein!


What the hell is the weather doing around here? After we've been cruising towards spring for a while now, we're facing a return (hopefully a short one) towards cold and rainy winter weather since Sunday. Even the NZ Herald reported 38 cars being stuck overnight in snow on the route from Napier to Taupo. It's unbelievable!

Furthermore the weird weather presented us yesterday with the best training circumstances for the upcoming marathon. Running 15km / 29km in the rain is probably not the greatest Sunday activity you could wish for. But there is nothing we could've done about it because we only have 4 weeks to go until our great race. Running a distance up to 23km is pretty much fine with me by now, but after that it really gets tough. During the run it was ok but after I was finished with my distance and stopped, my kneecaps nearly exploded. It's probably not the healthiest thing to do and I don't want to think about the full 42km distance. I think I'll have enough time to do so on November 1st.

While a little bit of running in the afternoon is definitely not enough for us, we needed a real challenge. That's why we left our home again and headed of to the Town Hall. Since NZ is probably not the centre for live-music, we had to take our chance to see a descent concert after all. NOFX and Bad Religion (for all not-really-musically-certified readers... both are famous punk bands from the US) performing together on one stage at the other end of the world... a MUST SEE! Especially when I think of the last time I've seen them perform, it was probably during my last high school year. The concert itself was really good (not to forget the great opener "Pour Habits" from California), extremely funny, just the crowd seemed so much younger since the last time I've seen the bands. But maybe I just got a little bit older in the meantime. I don't know... it's really odd.

Job wise not to much happened in the meantime, other than that we worked in a couple of projects in and around Auckland. In doing so Sabine and I helped a friend in development of her marketing strategy for her fashion label, Sabine worked on the new strategic outlook of a theatre and I worked on the development of dairy coops in Germany, Austria and Switzerland. We won't get rich through that kind of work but at least we can talk about our Kiwi-Experience and references that are so overly important when sending out applications. We don't know if this will help us find a job, but we will see.

Enough for today, I have to get outside to do some sort of sun-spring-dance... the actual weather is just unbearable!

Samstag, 3. Oktober 2009

Our first Tsunami-Warning!


Was für eine Woche. Nicht das wir aus Versehen einen neuen Job bekommen hätten oder im Lotto gewonnen haben. Nein, wir haben diese Woche unsere erste echte Tsunami-Warnung mit erlebt. Wenn man wie wir in Deutschland aufgewachsen ist, sind echte Naturkatastrophen zum Glück eher selten. Vulkanausbrüche, Erdbeben (ok, ein kleines haben wir in Ravensburg mitbekommen) oder Tsunamis kennt man nur aus dem Fernsehen und es ist unmöglich sich vorzustellen, was die Menschen in betroffenen Gebieten durchmachen.

Wir haben nun am Mittwoch einen sehr kleinen Vorgeschmack davon bekommen. Als morgens der Wecker klingelte war die Welt noch in Ordnung und wir freuten uns auf einen normalen, entspannten Tag. Mit dem Morgenkaffee in der Hand wurden dann erst einmal die Nachrichtenseiten im Web durchforstet um zu sehen, was letzte Nacht denn so in Europa und der sonstigen nördlichen Hemisspähre passiert war. Eine Überschrift machte uns dann aber doch gleich stutzig, als wir von einem Erdbeben und einem Tsunami in Samoa lasen. Für alle Nicht-Neuseeländer, wenn man hier mal ein bisschen Urlaub braucht, fliegt man genau dort hin... es ist schließlich sehr nah! Die nächsten Zeilen waren dann aber noch beunruhigender, auch für unsere neue Heimat war eine Warnung herausgegeben worden. Die Wandelung vom distanzierten Leser hin zum direkt Betroffenen war schon sehr eigenartig. Die Realität holt einen doch sehr schnell ein auch wenn wir es am Anfang nicht wirklich wahr haben wollten. Das Lesen der lokalen News-Seiten und vor allem das Anschalten des Radios beschleunigten diesen Prozess aber immens. Nach kurzem Blick auf die Uhr blieben uns noch zwei Stunden bis zum Eintreffen der Welle. Auf einigen der kleinen Inseln vor Auckland waren die Einwohner bereits aufgefordert worden höhere Gebiete aufzusuchen. Eine große Anzahl an Schiffen im Hafen liefen aus, um nicht am Kai von der Welle getroffen zu werden. Die erwartete Höhe der Welle war zwar nicht wirklich groß (erste Schätzungen gingen von einem Meter aus), dennoch wurden wir alle aufgerufen Strände oder Uferabschnitte zu meiden. Da unser Haus ca. 1-2m unterhalb des Meeresspiegels liegt und es auch nur ca. 300m zum Wasser sind, beschlossen wir das Eintreffen der Welle nicht hier abzuwarten, sondern schnappten uns unsere wichtigsten Unterlagen und holten vor allem unseren Wagen aus der Tiefgarage. Wir fuhren nach Ponsonby (direkt der nächste Stadtteil, der zudem noch auf einem Hügel liegt) und warteten dort in einem Cafe die nächsten 2 Stunden ab. Nach Ablauf der Zeit und kurzer Rücksprache mit Freunden ging es dann wieder zurück in unsere Bleibe. Der Tsunami hat Neuseeland getroffen, allerdings fiel er kleiner als erwartet aus (ca. 40cm) und wir hatten zudem noch Glück, dass auch zu diesem Zeitpunkt Ebbe herrschte. Der restliche Tag verlief dann in einem komischen Gefühlsgemisch aus Freude (dass nichts passiert war), Nervosität (die Tsunami-Warnung wurde erst am Abend zurückgenommen), Trauer für die Opfer auf Samoa / Tonga und der Gewissheit jetzt in einer Gegend auf diesem Planeten zu wohnen in der verheerende Naturkatastrophen eine reale Bedrohung sind. Schließlich steht auch Auckland selbst auf einem Vulkanfeld aus 48 Vulkanen. Um genau zu sein, ist eigentlich jeder Hügel hier ein eigener Vulkan.

Hoffen wir mal, dass wir auch weiterhin so viel Glück haben und es um uns ruhig bleibt.


What a week. Not that we found a job after all or won the lottery. No, went through our first Tsunami-Warning this week. If you grew up in Germany like we did, real natural disasters are luckily very rare. You see volcanoes, earthquakes (ok, we had a little one back in Ravensburg) or Tsunamis only on TV and it's impossible to comprehend what people in those areas have to endure.

On Wednesday this week we got our first tiny taste of what it means to face something like that. After we got up in the morning we were looking forward to a normal and relaxing day. While having the morning coffee in one hand we surfed through the news webpages to see what had happened in the northern hemispehre while we slept. But one headline in particular caught our attention, the one about the earthquake and following Tsunami in Samoa. For all the non-Kiwis, if you need a little vacation around here, that's exactly where you... it's just around the corner. The lines became even more disturbing, when we found out that there was even a warning for New Zealand. The change from a distant observer to being directly affected was just plain strange. But reality really caught up fast with us even so we struggled a bit in the beginning. But reading the local news pages and switching on the radio speeded up the accepting process quite significantly. After a quick check of our watches we had two hours until the wave was expected to hit. On some of the smaller island in the Auckland area residents where already ordered to seek higher grounds. A number of ships left the harbour to be safe in open water. The expected height of the wave wasn't that big (the first estimates ranged around a meter), but even so we were all told to stay away from the beaches or shore lines. Because our house is located 1-2m below sea-level and it's just 300m to the waterfront, we decided not to sit here and wait, but to take our most important paperwork and remove the car from the underground car park. After that, we took off to Ponsonby (which is the next district and located up on a hill) and waited for the next 2 hours in a cafe. After that time and checking in with some friends we moved back into our home. The Tsunami that hit New Zealand in the end was smaller than expected (around 40cm) and luckily we also had low tide during that time. The rest of the day went past in a weird mixture of feelings consisting of joy (that nothing really happened), nervousness (the warning was cancelled not until the evening), sadness for the victims in Samoa / Tonga and the certainty that we now live in an area on this planet where natural disasters are a real theat. Even Auckland is located on a volcanic field that consists of 48 single volcanoes. Which just means that virtually every single hill here is a volcano.

Nevertheless, let us just hope that we keep on being lucky and our surroundings stay safe.

Mittwoch, 23. September 2009

Springtime...

Bevor wir uns hier gleich zu Beginn übermäßig den Frühlingsgefühlen hingeben, ist es nun wirklich mal an der Zeit unseren Familien zu danken. Die Unterstützung, die wir von Ihnen erfahren, ist wirklich großartig und gebührt unseren größten und aufrichtigsten Dank. Vieles wäre ohne Ihre Unterstützung nicht möglich aber dank ihnen können wir unser Neuseelandabenteuer erfahren und genießen. Von Sabine und mir daher noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Auch wenn das Wetter heute nicht wirklich überragend ist, so hat hier doch endlich der Frühling Einzug gehalten. Nicht das ein Winter in Auckland auch nur im Entferntesten mit einem deutschen zu vergleichen ist. Das einzige Eis, dass wir hier zu Gesicht bekamen, hatte Schokoladengeschmack und auch die Temperaturen erinnerten mehr an einen ziemlich warmen Frühling in der alten Heimat. Aber dennoch ist es wunderschön endlich wieder grüne Bäume, Blumen und jede Menge sonstiger blühender Flora um sich zu haben. Zudem sind auch die Temperaturen inzwischen wieder kurze-Hosen-tauglich. So gesehen ist hiermit offiziell die BBQ-Season 2009 / 2010 eröffnet.


Es gab letzte Woche aber noch einen weiteren Grund zu feiern. Man soll es nicht glauben aber wir beide sind inzwischen seit 6 Jahren verheiratet. Die Zeit ist wirklich wie im Fluge vergangen und das Schönste ist, es wird jeden Tag noch besser und schöner als es sowieso schon ist. Selbst der Stress oder Frust hier haben uns nur noch mehr zusammengeschweißt. Auch in der Nachbarschaft hat sich unser Hochzeitstag scheinbar schnell herumgesprochen und um diesen Tag entsprechend zu würdigen, hat unsere Nachbarin Debbie uns auch gleich einen Teller mit selbstgebackenen Lebkuchen vorbeigebracht. So etwas bekommt man wirklich nicht alle Tage. Liebe Debbie noch einmal vielen Dank dafür!


Sportlich haben wir uns in den letzten Tage natürlich auch betätigt und sind seid langem mal wieder ein bisschen Golfen gegangen. Ich hätte es mir wirklich nicht vorstellen können aber (und ich bin mir sicher es ist das erste Mal in meinem Leben) ich war völlig overdressed. Wir spielten auf dem Chamberlain Park Golf Course, einem öffentlichen Platz. Während man in Deutschland schon schräg angesehen wird, wenn man in Jeans (natürlich nicht blau) und Poloshirt den Platz betritt, dann war das hier schon ein etwas anderes Erlebnis. Sollte ich hier das nächste Mal spielen, dann nur noch in Netztop, knalliger Shorts und FlipFlops... sehr cool, ach so und die 5 Flaschen Bier pro Spieler sollte man natürlich auch nicht vergessen. Es war wirklich witzig und zeigt einem das Golf auch wirklich als Breitensport taugt. Wir jedenfalls
hatten eine gute Zeit auch wenn unser Ergebnis doch ein wenig zu wünschen übrig lies. Im Zweifelsfall waren das Wetter, die Bodenverhältnisse, die Bälle, Schläger, Gott, der wild tätowierte Typ am 4. Loch oder vielleicht doch einfach nur mein eigenes Unvermögen schuld. Was soll's...

Letztes Wochenende nahm sich Sabine unser Zähneausbeissen bei der Jobsuche dann doch ein bisschen zu wörtlich und schaffte es beim Gummibärchen kauen sich eine Krone und die Hälfte des darunterliegenden Zahnes auszubeissen. Zum Glück handelte es sich dabei "nur" um einen schon wurzelbehandelten Zahn, so dass sie zumindest keine Schmerzen verspürte. Es stand dann aber die Frage im Raum, wo finde ich in Auckland an einem Samstagabend einen Zahnarzt? Nach einiger Suche fanden wir dann eine White Cross Station in Glenfield, deren Zahnarzt noch Dienst hatte und ihr die Krone zumindest provisorisch wieder befestigte. Seine Art zu arbeiten erinnerte dann aber doch eher an die eines Klemptners, was durch seine Verwunderung über wurzelbehandelte Zähne (der Durchschnittskiwi läßt sich so einen Zahn einfach gleich ziehen) nur noch verstärkt wurde. Inzwischen hat Sabine aber einen wirklich guten Zahnarzt gefunden, der ihr heute gleich ein Provisorium eingesetzt sowie extrem gut und professionell gearbeitet hat.

Genug geschrieben, denn gleich treffen wir uns mit ein paar Freunden zum Chinesisch / Malaysisch Essen.

So long und bis zum nächsten Mal.



Before we indulge ourselves into to much spring fever, it is definitely necessary to take the time and thank our families. The support we receive from them is fantastic and appertains our greatest and sincerest gratefulness. Without their support we wouldn't be able to enjoy our adventures in New Zealand. Again the only thing Sabine and I can say is THANK YOU!

Even with the bad weather we experience today, spring finally arrived. Not that a winter in Auckland could be even vaguely compared to one in Germany. The only ice we saw here during the last couple of month had chocolate flavour and the temperatures reminded us much more of a quite warm spring time in our home country. Nevertheless it is just great to have all those green trees, flowers and all the rest of the blossoming flora around us again. Even more the temperatures are finally shorts-friendly. That's why we officially declare the BBQ-Season 2009 / 2010 open!

But also last week there was another reason for a celebration. It is truly unbelievable but we both are married now for 6 years. Time went by so quickly and the best thing is, that even our marriage was great from the beginning it still is getting better every single day. Even the stress and frustration during the last months brought us more and more together. The information of our wedding anniversary spread pretty quickly among our neighbours and to truly celebrate this day our neighbour Debbie brought us some homemade gingerbread men (and women, of course). You won't get that every day. Dear Debbie, again thank you very much!

When it comes to sport we were definitely active during the last couple of days and went for a round of golf after we hadn't done that for quite a while. I could have never ever imagined that some day I might be the one being completely overdressed on a golf course. The course we played was the public "Chamberlain Park Golf Course". While you are being suspiciously eyed for even wearing jeans (of course not in a blue colour) and a polo shirt
in Germany the experience here was of completely different callibre. The next time I go there I'll be wearing a tank top, bright coloured shorts and jandals... really cool, oh not forgetting the 5 bottles of beer per player. The experience was really funny and it showed us that golf is for the masses. Anyway we had a good time even so our scores weren't that great. In case of doubt it was the fault of the weather, the clubs, god himself, that wildly tattooed guy on the 4th hole or maybe it was just my own incompetence. Whatever...

Last weekend Sabine took the grinding of her teeth during the frustrating job search a step too far and while eating gummy bears managed to break out one of her crowns and half of the underlying tooth. It was her luck that the tooth had already undergone a root canal treatment and that's why she wasn't feeling any pain. The only question left was where to find a dentist on a Saturday night in Auckland. After some searching we ended up at a White Cross Station in Glenfield where there was still a dentist on duty. The way he pursued his work reminded us more of the work of a plumber than a dentist, especially when he was astonished by the way Germans do root canal treatments (the average Kiwis prefers to just rip out the tooth in question). In the meantime Sabine ended up at a decent dentist, who really did a great and professional job in fixing up the quick fix of his predecessor.

Enough written, we are about to meet some friends for a Chinese / Malay dinner.

So long and cheers.

Samstag, 5. September 2009

Sneezing, struggling and we Germans have no sense of humor???

Bevor ich über die letzten Wochen berichte, gehen erst einmal jede Menge Genesungswünsche an einen sehr guten Freund, der leider einen ziemlich schweren Motorradunfall hatte. Trotz einiger Verletzungen hat er den Crash aber glücklicherweise den Umständen entsprechend gut überstanden. Also Joe, wir denken an Dich und wünschen Dir auch weiterhin gute Besserung!

Auf der Südhalbkugel hat uns derweil eine anständige Erkältung dahingerafft. Seit mehr als einer Woche schniefen und husten wir uns hier inzwischen einen ab, aber dank jeder Menge Medikamente, heißer Zitrone, Hot Toddy (heiße Zitrone mit Whiskey - Hausrezept unserer schottischen Nachbarin) und einer Monatsration an Taschentüchern ist zumindest langsam ein Ende in Sicht. Etwas ärgerlich ist es zwar in Bezug auf unseren Halb- / Gesamt-Marathon, da wir nicht wirklich zum trainieren kommen, aber auch das sollte dank unserer totalen Sportlichkeit kein wirkliches Hindernis sein. Hoffen wir zumindest...

Wo wir gerade vom Laufen reden... Ich hatte mir ja vor 3 Wochen neue Laufschuhe gekauft, von denen ich auch schwer beeindruckt war, nur schliefen mir jedesmal nach 2-3km die Füße ein. Ein sehr interessantes Gefühl wenn zumindest die Beine ausgeruht ins Ziel kamen. Was ich aber an meinem lokalen Laufschuhdealer wirklich zu schätzen weiss, ist die "prescribed shoe guarantee". Ich habe nach dem Kauf der Schuhe 30 Tage Zeit sie zu testen, einzulaufen und auszuprobieren. Sollte es in dieser Zeit zu Problemen kommen, kann ich die Schuhe einfach zurückbringen und sie gegen ein anderes Paar umtauschen oder mir das Geld zurückgeben lassen. Genial... denn auch die Umsetzung der Garantie hat heute super geklappt und ich habe mir einfach ein neues Paar geben lassen. Nachdem die Adidas leider etwas zu eng für mich waren, probier ich nun wieder Brooks. Ich bin mal gespannt, wie es mit denen läuft - dafür habe ich ja wieder 30 Tage Zeit... sehr nett!

Ansonsten geht unser Kampf weiter
einen Job zu finden. Schliesslich wollen wir ja noch ein bisschen hier bleiben und unser NZ-Abenteuer auch endlich richtig geniessen. Ein wenig frustierend ist es manchmal schon, wenn man keinen Schritt weiter kommt oder einfach nur das Gefühl hat es wäre so. Eins haben wir in der Zwischenzeit festgestellt: Um in Neuseeland einen Job zu bekommen, braucht man Zeit. Zeit ein Netzwerk aufzubauen, Zeit die Gegebenheiten und auch Eigenheiten des Landes und der Kiwis zu verstehen und natürlich Zeit um die Wirtschaftskrise auszusitzen. Wir arbeiten hart daran es zu schaffen und sind nach wie vor der Meinung, dass es machbar ist. Es ist zumindest schön zu sehen, dass das Networking langsam Früchte trägt und Freunde und Bekannte anfangen einem von möglich Jobopenings zu erzählen. Auch hat mein Mentoring Programm angefangen und ich konnte von Robert (meinem Mentor) auch schon jede Menge nützliche Tipps in Bezug auf meinen Lebenslauf, Cover Letter etc. bekommen. Auch arbeitet er daran mir in den nächsten Wochen ein paar Gespräche zu organisieren. Es wird also nicht langweilig und wir kämpfen weiter.

Eine kleine Anekdote gibt es aber auch noch im Rahmen der Jobsuche zu erzählen. Sabine erfuhr, dass sich einige Firmen schon bei ihren Kontakten nach ihr erkundigt haben und die einzige Frage, die diskutiert wurde, handelte nicht von ihrer Qualifikation oder ihren Englischkenntnissen sondern ging einzig und allein um die Frage ob sie denn als Deutsche Humor hätte. Auch wurde sie schon mehrfach mit den Worten vorgestellt: She's German, but that's ok because she's got a good sense of humor... Ich meine mir ist zwar das Gerücht bekannt, dass alle Welt meint wir hätten keinen Humor, aber das es wirklich jemand (oder besser gesagt so viele Leute) damit ernst meinen könnte(n), finde ich schon unglaublich. Also, für alle die es noch nicht glauben wollen... Wir haben Humor (!!!) und meiner Meinung nach sogar einen ziemlich guten!


Fototechnisch arbeite ich natürlich weiterhin an meiner Webpage, allerdings habe ich auf freundliches Drängen meiner Ehefrau auch an meinem ersten richtigen Fotowettbewerb teilgenommen ( NZ Geographic Photographer of the Year). Ich bin schon sehr gespannt, was für Arbeiten eingeschickt wurden. Für den Lerneffekt wird das bestimmt eine gute Sache.

Wir geniessen jetzt erstmal ein sonniges Wochenende, verbrauchen die letzten Taschentuchreserven und lassen die nächsten Wochen auf uns zukommen.


Since we have more and more readers from English speaking countries I thought we might also provide an English translation to our NZ Blog. So, here we go...

Before I talk about the last couple of weeks, we sent a whole lot of best wishes for a swift recovery to a very good friend of ours who unfortunately had a pretty bad motorcycle accident. Despite his injuries he doing pretty ok. Joe, we think of you and wish you all the best and get well soon!

Meanwhile in the southern hemisphere we were carried of by a serious cold. For more than a week now we are sniffing and coughing but thanks to a huge amount of medicine, hot toddies (with and without whiskey - after a special recipe of our Scotish neighbour) and tons of tissues the end is more and more coming into sight. The cold is a bit anoying when we think of our planed half / full marathon because there is no training at the moment, but because we're so incredible sporty that shouldn't be a problem... at all... at least we hope so...

Talking of running... 3 weeks ago I bought some new running shoes, which I really liked, the only bad thing is my feet fell asleep after 2-3km. It was really interesting when your feet are the only parts of your body that arrive after a run fully rested. But there is a thing I definitely like about my local shoe dealer, it's called the "prescribed shoe guarantee". It means that I have 30 days to break in and test my shoes.If there are any problems during that period I have the possibility to return the shoes, switch them for a new pair or just get my money back. Genius... even using the guarantee today presented me with absolutely no hassle whatsoever and I got myself some new shoes. While the Adidas I had where a little bit too tight I now got back to Brooks. I am really looking forward to their performance... and I have another 30 days to test them... Nice!

Other than that we are continuing our struggle to find a job around here. We definitely want to stay here in New Zealand and get the chance to truly enjoy our OE. Sometimes it's quite frustrating if you get stuck or at least have the feeling that the current situation isn't really improving. Nevertheless there is one thing we learned so far: To get a job in NZ you need time. Time to build up a network, time to get to know / understand the specialities of the jobmarket and kiwis here and obviously time to sit out the economic crisis. We keep on working hard and still believe it's possible for us to make it. On the other hand it's nice to see that some of our networking seems to pay off and friends are starting to inform us of new jobposting that haven't been posted officially so far. I also started with my mentoring programme and already had the chance to get a lot of advice from Robert (my mentor) regarding my CV and cover letter. He also tries to get me a couple of interviews or talks during the next couple of weeks. It's not going to be boring and we will keep on fighting.

There's a funny story we encountered during our job search. Sabine heard that a couple of companies talked to some of her contacts and there was only one question which was discussed - it wasn't her qualification or English speaking abilities, the only and all important question was if she (as a German) had any sense of humor. She was even introduced with the words: "She's German, but that's ok because she's got a good sense of humor"... I mean, I know the rumors that everybody seems to think Germans have no sense of humor whatsoever... but really experiencing people believing that... unbelievable!!! So this is for all the people who still think differently... WE HAVE A SENSE OF HUMOR... and by the way, a pretty good one in my eyes!

Regarding my photos, I'm still working on my own webpage but (after some friendly encouragement of my wife) also entered my first real photo contest (NZ Geographic Photographer of the Year). I'm really looking forward to see the other entries because it's always a great chance to learn.

For now we are going to enjoy a nice and sunny weekend, use our last remaining tissues and looking forward to the next couple of weeks.

Montag, 24. August 2009

The End, how to get there and why wasabi squid should be eaten raw...

Irgendwie scheint es im August in Mode gekommen zu sein, seinen Geburtstag zu feiern. Andererseits haben wir hier vielleicht auch einfach nur durch Zufall viele neue Bekannte und Freunde gefunden, deren Eltern einen grauen Novembertag einfach etwas spassiger gestallten wollten. Wie dem auch sei. Vor zwei Wochen war unsere japanische Freundin Tomoko an der Reihe und gefeiert wurde im Nishiki, einer Robata-Yaki Bar. Soweit ich den Hintergrund einer solchen Bar verstanden habe, geht es darum in gemühtlicher Atmosphäre zu essen und dabei dem Treiben in der Küche zu zuschauen. Bestellt werden viele kleine Gerichte, die auch anders als in Europa gewohnt, nicht in einer bestimmten Abfolge (Vorspeise, Hauptgericht, Nachspeise), sondern sobald sie fertig sind auf den Tisch kommen. Die Auswahl war beeindruckend, wobei der rohe Tintenfisch in einer Wasabi Soße / Dressing wirklich am interessantesten war... und ich muss zugeben, er hat richtig gut geschmeckt. Um den Abend ausklingen zu lassen, ging es anschliessend noch auf ein Gläschen Wein zu unseren Nachbarn.

Nachdem wir nun seid einem halben Jahr alles tun um hier sesshaft zu werden, entschlossen wir letztes Wochenende endlich mal eine bisschen das Land zu erkunden und unsere Seelen einfach mal für 3 Tage baumeln zu lassen. Am Freitag ging es Richtung Paihia (Bay of Islands) los. Nach erfolgreichem Einchecken ins Hotel und einem kleinen Bummel durch Paihia selbst, ging es per Fähre rüber nach Russel, der ersten Hauptstadt Neuseelands und einstigem "Hellhole of the Pacific". Inzwischen ist davon in dem 1.200 Seelen Dörfchen allerdings nichts mehr zu spüren, um genau zu sein, es war eigentlich niemand da. Dies ist natürlich wenig verwunderlich, da wir zum Winterende dort waren und die Touristen erst wieder ab Oktober einfallen. Russel hat aber dennoch einen gewissen Charm, da vor allem an der Hafenfront viele viktorianische Gebäude erhalten sind. Auch steht hier die älteste, neuseeländische Kirche, an deren Seite man immer noch die Einschusslöcher aus dem Krieg zwischen Maori und den Siedlern sehen kann.

Am nächsten Tag ging es dann für uns ans nördliche Ende Neuseelands, Cape Reinga. Auf dem Weg dahin gab es jede Menge beeindruckender Landschaften zu bewundern. Da wir unheimliches Glück mit dem Wetter hatten, konnten wir einen wundeschönen Ausblick auf jede Menge Wasser geniessen.


Am Cape treffen zudem die Tasman Sea und der Pazifik aufeinander und es entstehen bis zu 10m hohe Wellen und jeder Menge Verwirbelungen.



Der Ausblick war wirklich beeindruckend, da kein Land zu sehen ist und man sich beim Anblick dieser Weite sehr klein vorkommt.


Nach unzähligen Fotos ging es dann weiter zu den Te Paki-Sanddünen, den größten wandernden Dünen Neuseelands mit einer Höhe von bis zu 50m. Nachdem wir unseren Wagen geparkt hatten und uns die kleinen Hügel betrachteten, stand die Entscheidung natürlich sofort fest. Da müssen wir hoch... ist ja schliesslich ein Kinderspiel einen 50m hohen und durchaus steilen Sandhügel hochzulaufen. Das war es dann auch, auf den ersten 7m. Die restlichen 43 waren zwar nicht mehr ganz
so lustig, aber immerhin haben wir es wild keuchend nach oben geschafft. Es ist dabei auch zu erwähnen, dass wir nicht so luschig schräg (wie die beiden Touristen) nach oben gestapft sind, sondern den direkten und gradlinigen Weg gewählt haben. Ich bin mir allerdings nicht so sicher, ob die Idee so gut war...


Am Sonntag ging es für uns dann wieder Richtung Auckland. Nur fuhren wir nicht direkt nach Süden, sondern erst an die Westküste um uns die letzten verbleiben Kauri-Bäume anzusehen. Mit dem Tane Mahuta (Lord of the Forest) einem 50m hohen und ca. 2.000 Jahre alten Baum konnten wir dann auch den noch größten seiner Art bestaunen.

Die kleine Reise hat uns beiden jedenfalls wirklich gut getan und auch wieder Kraft für unsere täglichen Herausforderungen gegeben. Also, auf geht`s in eine neue Woche...