Freitag, 27. März 2009

Jobsearch

Nachdem wir uns ja nun lange genug mit so Kleinigkeiten, wie einer Wohnung, Autos und sonstigen unwichtigen Sachen beschäftigt haben, wird es nun für uns Zeit sich der harten Realität zu stellen. Der Suche nach ehrlicher und harter Arbeit.

Auch wenn die Rezession natürlich auch vor Neuseeland nicht halt macht, hat Sabine bereits einige Gespräche, sowohl mit Personalberatern als auch mit einigen Agenturen hinter sich gebracht. Das Feedback war durchgehend positiv, doch waren bisher nur Einstiegpositionen zu besetzen. Auch schien es etwas schwierig den Kiwis zu erklären, welche Verantwortung Sabine in ihren bisherigen Jobs zu tragen hatte. Die von ihr verwalteten Etats entsprechen hier bisweilen dem Jahresumsatz der gesamten Agentur. Trotzallem war das Feedback in Bezug auf ihren Background sehr positiv und gibt uns auch die Hoffnung, dass sich hier
in den nächsten Monaten eine Chance ergibt. Eine Agentur überlegt sogar, ob sie sich in ihren Teams nicht etwas umstrukturiert um Sabine einstellen zu können. Wir lassen uns einfach überraschen, was die Zeit so bringt.

Auch ich hatte bereits die Gelegenheit vor ein paar Wochen den Geschäftsführer eines kleinen Telekommunikationsanbieters kennenzulernen und mich mit ihm über den hiesigen und den deutschen Markt zu unterhalten. In Neuseeland ist es extrem wichtig, dass man sich Kontakte aufbaut und potentielle Arbeitgeber einen kennenlernen. Zudem konnte ich diese Woche zwei weitere Gespräche führen. Zum einen mit einer recht großen Personalberatung und zum anderen mit Vodafone. Vor allem dieses Gespräch war wirklich interessant für mich (auch hier ging es noch nicht um eine spezifische Stelle). Die Dame aus der Personalabteilung fragte mich zu keinem Zeitpunkt über irgendwelche Noten aus, ihr war nur wichtig welche Aufgaben ich bisher gemeistert und welche Verantwortung ich bisher getragen hatte. Im völligen Gegensatz zu Deutschland sah sie in meinem doch eher generalistischen Werdegang auch keinen Nachteil, sondern einen klaren Vorteil. Ein für mich doch sehr seltsames Gefühl, wenn man aus deutschen Bewerbungsgesprächen eher das Gegenteil gewöhnt ist.

Die nächsten Wochen werden auf alle Fälle spannend und wir hoffen natürlich hier so schnell wie möglich wieder arbeiten zu können... schliesslich wollen wir ja noch eine Weile bleiben. :)

Happy Birthday to Sabine!

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Sabine hat am Dienstag ihren ersten Geburtstag in der südlichen Hemmisphäre gefeiert. Für alle, die sich jetzt fragen wie alt Sabine wurde... 25 (ungefähr zumindest). Den Tag begannen wir mit einem entspannten Frühstück inkl. eines leckeren Glases Champagners und jeder Menge lieber Geburtstagsemails aus der alten Heimat. Gut gestärkt und reich beschenkt ging es dann für uns in die Stadt zu einem gemühtlichen Bummel. Sabine konnte den Tag (wie es sich für Geburtstagskinder nun einmal gehört) bei bestem Wetter und jeder Menge Sonnenschein geniessen.

Für den Abend hatten wir dann den kleinen Kreis unserer Freunde ins "La Zeppa" eingeladen. Einer direkt am Viktoria Parkt gelegenen Tapasbar. Nach einem Willkommensbierchen auf der Veranda mit Sonnenuntergang und Skylineblick ging es dann ins Innere zu einem leckeren Glas Wein und jeder Menge Tapas. Der Abend war extrem lustig und hinterlies (vor allem am nächsten Tag) doch einige Spuren.

Donnerstag, 26. März 2009

Entdeckungsreisen rund um unsere Home Base

Wir haben die letzten Wochen immer mal wieder genutzt, um unsere Umgebung ein bisschen kennenzulernen. Eines ist uns dabei wirklich aufgefallen, wir haben mit dem Auto nie mehr als 30 Minuten gebraucht und schon waren wir der Stadt entflohen und befanden uns inmitten der Natur. Vor knapp 2 Wochen machten wir uns für einen Nachmittag auf an die Westküste, um genau zu sein, an den Muriwai Beach. Trotz besten Wetters waren bis auf ein paar Surfer und einiger Sonnenhungriger kaum Menschen am Strand. Lediglich in der Nähe des Parkplatzes war es etwas voller, ging man den Strand allerdings etwas weiter hatte man hunderte Meter nur für sich. Beim Anblick der ganzen Surfer haben Sabine und ich dann doch Lust bekommen uns während unserer Zeit hier auch mal auf ein Surfboard zu wagen. Wir schauen mal wie die Temperaturen hier im Herbst so sind, ansonsten geht es definitiv in der nächsten Saison auf's Board. Zudem haben wir dann ja auch noch ein paar Monate Zeit um die Angst vor Haien los zu werden. Wir hätten uns "Jaws" früher wohl besser nicht angeschaut.


Auch sind wir letztens nach Devonport (Stadtteil von Auckland) gefahren und haben dort den Mount Victoria bestiegen. Ok... bestiegen ist wirklich übertrieben. Wir sind 10 min. den Hügel hochgelaufen. Aber von oben hat man einen wunderbare Blick über den Hafen auf Downtown Auckland. Aber seht selbst:

Mittwoch, 11. März 2009

Michaels Geburtstag


Gestern stand unsere erste offizielle Einladung auf dem Programm. Michael (Sabines Headhunter des Vertrauens) feierte seinen 58. Geburtstag. Los ging es um 17.30 Uhr in einer Brasserie am Hafen. Unser Erscheinen verzögerte sich allerdings um ein paar Minuten, nachdem Sabine versuchte die Strecke zum Restaurant auf ihren High Heels zurückzulegen. Ich kann hier wirklich nur meinen Hut vor ihr ziehen, denn sie hat es geschafft... wenn auch nicht ganz so schnell wie gedacht. :)

Neben Barb und Michael (ihnen gehört die Media-Personalberatung) waren noch zwei Ihrer Angestellten und ein befreundetes Ehepaar aus England / Schottland dabei. Der Abend war richtig witzig und hat uns neben einer Einladung über Ostern nach Taupo zu fahren auch gleich noch eine Verabredung für Samstag zum Kino eingebracht. So gesehen ein voller Erfolg.

Eines ist uns aber besonders aufgefallen... wir haben
hier zum ersten Mal wirklich gemerkt, dass wir nun am Meer wohnen. Anders ist der Mords-Seegang anschliesend im Bett ja nicht zu erklären... an dem bisschen Wein kann es ja nun wirklich nicht gelegen haben. Na denn... Prost!

Sonntagsausflug


Nach all dem Stress der ersten Wochen erlaubten wir uns am Sonntag den ersten kleinen Ausflug zur Coromandel Halbinsel. Mittags ging es los und wir konnten auch zum ersten Mal unser neues Auto ein bisschen ausfahren. Die Fahrt von Auckland dauert ca. 2.5h und verläuft entlang der
sehr schönen Küste der Halbinsel. Der Fahrer kann die tolle Aussicht aber meist nicht wirklich geniessen, da die Straße sehr schmal (an einigen Stellen sogar einspurig) sowie sehr kurvig ist und der Durchschnitts-Kiwi nicht einsieht warum er eigentlich vom Gas gehen sollte, wenn ihm ein anderes Auto entgegen kommt. Nach einigen kleinen "Near-Death-Experiences" und der Verwunderung, dass ein 40 Tonner wirklich 80 km/h - 100 km/h auf so einer Straße fahren kann, gelangten wir nach Coromandel Town. Hier gönnten wir uns nach einem kleinen Stadt... naja... Städtchen-Bummel ein gemütliches Mittagessen. Bevor es dann am späteren Nachmittag wieder Richtung Heimat zurück ging, kauften wir noch (nach einer Lonely Planet Empfehlung) geräucherte Muscheln und Tahakiri (Fisch) für unser Abendessen. Die Rückfahrt verlief etwas entspannter, als die Hinfahrt, da die meisten Wochenendurlauber schon vor uns gefahren waren.

Als kleiner Nachtrag sei noch zu erwähnen, dass die Muscheln und der Fisch wirklich sehr lecker waren. Leider beeindruckte der visuelle Eindruck der geräucherten Muscheln Sabine mehr, als der eigentliche Geschmack. Die Begeisterung war ihr buchstäblich ins Gesicht geschrieben, nachdem sie mehrere der armen Tierchen bis auf ihre molekulare Ebene hin seziert hatte. Demnächst dann doch nur wieder "normalen" Fisch! :)

Unsere erste Wohnung!


Wir sind umgezogen! Nach 3 Wochen in unserem Hotelzimmer sind wir am 01.03.2009 endlich in unsere erste eigene Wohnung eingezogen. Der Umzug verlief in Anbetracht unseres doch recht spärlichen Hab und Guts schnell und reibungslos. Es bedurfte nur zweier Fahrten zwischen Hotel und Wohnung. Allerdings ging danach die Rennerei erst wirklich los, denn bis auf einen Esstisch, einen Wohnzimmertisch und ein Sideboard war die Wohnung leer. Wir haben in den Tagen nach dem Einzug erst einmal wieder gemerkt, was man in einem halbwegs funktionierenden Haushalt alles so benötigt.Unzählige Fahrten ins Manukau Supacenter später, haben wir nun eine Erstausstattung mit der wir gut über die Runden kommen. Zudem beantragten wir auch gleich eine Telefonleitung plus Internetverbindung (die wir seit gestern und 9 Tage später nun endlich haben), ein Sky-Basis-Abo (um mehr als 3 Fernsehkanäle zu empfangen) und wir konnten gerade noch eine Abschaltung der Stromverbindung durch unseren Provider verhindern. Was uns bei der Einrichtung der Wohnung auch wirklich geholfen hat, ist die Tatsache, dass die Geschäfte hier 7 Tage die Woche offen haben und auch Lieferungen am Sonntag ausgefahren werden. Sehr nett so etwas. :)

Inzwischen sind wir mit der Einrichtung fast fertig und es fehlt uns nur noch ein Schreibtisch aber den werden wir in den nächsten Tagen auch noch finden. ...naja, und dann brauchen wir nur noch einen Job zur Vollendung unseres Glückes. Aber das kriegen wir auch noch hin... schliesslich hat bisher wirklich alles geklappt (was uns fast schon überrascht hat) und wir konnten soweit jede Aufgabe meistern.