Mittwoch, 20. Januar 2010

Christmas - New Year - Dead City - Tattooed Lawyer - Volcanic Island - Return Trip - Mix

Meine Herren, da habe ich unseren Blog aber über die letzten Wochen ganz schön schleifen lassen. Also werde ich heute mal versuchen die vielen Ereignisse, Treffen, Wanderungen und sonstige Planungen abzuarbeiten.

Weihnachten und auch Neujahr waren hier in Auckland eine wirklich komische Zeit. Wir hatten ein sehr nettes Weihnachtsessen, oder besser gesagt, Weihnachts-BBQ mit unseren lieben Nachbarn, die wir dann auch gleich noch einmal zu Silvester heimsuchten. Feuerwerk wie in Deutschland ist in Neuseeland in Anbetracht der Trockenheit verboten und so gibt es nur eine offizielle Version vom Sky Tower aus. Gerade wenn man die Bilder aus irgendeiner deutschen Großstadt kennt oder vielleicht selbst Bilder aus Sydney gesehen hat, so konnten wir uns nicht des Eindrucks erwehren, dass Aucklands Antwort doch ein bisschen mickrig ausfiel. Zumal es auch noch als das größte Feuerwerk der letzten Jahre angekündigt wurde. Wir hatten auf Ulfs Balkon wirklich einen herrlichen Blick über die ganze Stadt. Was uns aber total schockte, es war absolut still. Keine Autos, keine Musik, kein Lärm... nichts. Es war als hätte jemand vergessen uns zu sagen, dass die Welt vor 10 Minuten leider untergegangen war und man uns einfach übersehen hatte. Wir wussten ja, dass Auckland zwischen Weihnachten und der zweiten Januarwoche ruhiger werden würde (Haupturlaubszeit in Neuseeland), aber dass es dann so ruhig würde, konnten wir nicht ahnen. Zum Beispiel liefen
wir eines Abends eine der lebendigsten Straßen in Ponsonby entlang und es war keine Menschenseele zu sehen, nicht einmal Autos, gar nichts. Es ist schon ein wirklich komisches Gefühl, wenn einem so etwas in einer derart großen Stadt passiert... sehr seltsam.


Inzwischen hat aber ein Großteil der Bevölkerung den Weg zurückgefunden und das Leben hat sich auch wieder normalisiert. Wir konnten uns daher wieder verstärkt unseren Networking Aktivitäten hingegeben. Was mich dabei in Neuseeland wirklich beeindruckt, ist der offene Umgang mit Körperverzierungen. Bei Freunden konnten wir vor einigen Tagen ein wirklich lustiges Paar kennenlernen. Er, geschätzte Mitte 50, sehr erfolgreicher Anwalt und wirklich von oben bis unten tätowiert. Selbst die Hände hat er nicht ausgelassen. In Deutschland undenkbar und hier in Neuseeland kein Problem. Schon faszinierend.

Da unsere Reisetätigkeiten auf Grund der Jobsuche nun wirklich zu kurz gekommen sind, nutzen wir jede Möglichkeit um wenigstens noch ein bisschen von diesem schönen Land zu sehen. Wir ließen uns daher die Gelegenheit nicht nehmen im Rahmen unserer Reiseleitertätigkeiten für unsere deutschen Besucher, ein paar kleine Örtlichkeiten mit einzubauen, die auch wir noch nicht gesehen hatten. So ging es dann mit Sabine und Jörg erst einmal nach Rangitoto, einer kleinen Vulkaninsel in mitten des Hauraki-Golfs. Der Weg zum Gipfel dauert zwar nur eine Stunde, ist aber auf Grund der sommerlichen Hitze und des Laufens durch die Lavafelder doch recht anstrengend. Oben angekommen wird man dann aber von einem einmaligen Blick auf Auckland und die umliegenden Inseln belohnt. Unsere Besucher hatten zwar etwas mit den örtlichen Gegebenheiten zu kämpfen, hielten aber tapfer durch und konnten sich anschließend im Irish Pub bei einem kühlen Pint erholen.








Da unsere Entscheidung ja nun gefallen ist, wieder nach Deutschland zurückzukehren, stehen für uns in den nächsten Wochen die Planungen unserer Rückreise an. Die Flüge sind gebucht (wir werden Auckland am 20.02.2010 verlassen und über Melbourne, Singapore nach Frankfurt fliegen, wo wir am 22.02.2010 ankommen werden) und wir kämpfen uns tapfer durch die weiteren Planungen. Allerdings war das Buchen meines Fluges über Miles and More wieder einmal ein echter Spaß. Ich fand es vor allem lustig, dass man im ersten Auswahlmenü der Hotline nach seinen Sprachpreferenzen gefragt wird. Der geneigte Lufthansakunde tippt natürlich auf Deutsch, erhält die nächste automatische Ansage dann auch in der ihm eigenen Muttersprache um dann sogleich an einen extrem mit Dialekt englisch-sprechenden Inder weitervermittelt zu werden. Sehr lustig sowas und ich möchte mir nicht die Verzweiflung vorstellen, wenn man des Englischen nicht mächtig ist und vor allem - wofür die Auswahl, wenn nachher sowieso keiner die ausgewählte Sprache spricht. Für mich war das indische Englisch dann auch nicht das Hauptproblem, sondern leider vielmehr die Unfähigkeit des Callcenter Mitarbeiters seinem System auch nur irgendeine hilfreiche Information zu entlocken und mich zum Ausgleich ca. 30 Minuten in der Warteschleife hängen zu lassen. Ein Anruf am nächsten Morgen in Frankfurt bei der deutschen Hotline führte dann immerhin zum erfolgreichen Buchungsabschluss.
Den Rest unserer Zeit wird jetzt vor allem die Auswahl des passenden Umzugsunternehmens und der Verkauf unseres geliebten Autos in Anspruch nehmen. Es wird also nicht wirklich langweiliger.

Zum Abschluss aber nun noch einmal zu etwas völlig anderem. Unsere Nachbarin und Freundin Tomoko hat von ihrem (nicht wirklich) Freund, oder dadurch zumindest nicht mehr Freund, ein doch beachtliches Weihnachtsgeschenk bekommen (ohne Gebrauchsanweisung). Vor einigen Tagen konnten wir es dann auch in Augenschein nehmen und haben lange, aber auch wirklich sehr lange darüber gerätselt, was das Ding denn nun eigentlich sein soll.






Wir sind uns noch nicht ganz einig und streiten immer noch zwischen Rakete am Stil, ökologischem Euter-Simulator oder erotischem Spielzeug für Holzliebhaber. Wir haben daher beschlossen, doch einmal Euch geneigte Leser unseres Blogs zu fragen, ob Ihr nicht noch ein paar bessere Ideen habt. Schließlich soll Tomoko ja wissen, wofür sie den besagten Herren in die Wüste geschickt hat. Also, schreibt uns doch bitte Eure Ideen in die Kommentarzeile... Wir sind gespannt!



Jesus, I really didn't do much writing over the last couple of weeks for our blog. So today I try to work myself through all the events, meetings, hikes and other planning activities.

The time around Christmas and New Year
was kind of weird here in Auckland. We had a really nice Christmas Dinner, actually more like a Christmas-BBQ with our great neighbours, who also had to cope with us a second time at New Year. Fireworks are banned in New Zealand because of the high fire risk in summer and so we just had the opportunity to watch the official version from the Sky Tower. When you see the pictures from any given German city or pictures from Sydney, we couldn't get rid of the idea that the Auckland version was kind of flimsy. Especially being proposed as one of the largest firework displays in recent years. Nevertheless we had a perfect view of the whole skyline from Ulf's deck, but one thing really shocked us - the silence. No cars, no music, no noise... nothing. It was like the world came to an end 10 minutes ago and somebody just forgot to tell us. We knew that Auckland would be quieter between Christmas and the second week in January (main holiday season in New Zealand), but like that... no way. A lot of the shops around town were closed and one night when we walked along one of the most lively streets in Ponsonby, not one human being or car was seen. It's really a very strange feeling when you experience something like that in such a big city. Weird!

By now most of the population found their way back and life as we know it is pretty much restored. Because of that, we finally could get back to our networking activities and through those I was astounded by the way Kiwis handle body modifications in every day life. We met a very funny and interesting couple at a friend's house a few days ago. He, I would guess around 50 years old, is a very successful lawyer and tattooed from head to toe. He even didn't forget his hands. In Germany impossible and here in New Zealand no problem at all. Fascinating.

Because we couldn't do much travelling while job hunting, we try to exploit every possibility to see at least a tiny bit of this beautiful country. So we didn't miss the opportunity (while being employed as a tour guide for our German visitors) to sneak in some locations even we didn't visit so far. So when Sabine and Joerg where here we catched the ferry and went to Rangitoto, a small volcanic island in the middle of the Hauraki-Gulf. The way to the top just takes you about an hour, but because of the summer heat and the lava fields it's probably not the easiest one. As soon as you reach the top you are rewarded with perfect views of Auckland and the surrounding islands. Our visitors had to fight a little with the local conditions, but made it all the way and were able to refuel afterwards with a nice, cold pint at the Irish Pup back in town.

After we made our decision to return to Germany, the next weeks will be full of planning and organising the trip back. The flights are already booked (we leave Auckland on the 20th of February and fly with stops in Melbourne and Singapore to Frankfurt where we'll arrive at the 22nd) and we happily fight our way through the rest of the process. Booking my flight through Miles and More was again an entertaining procedure. I especially like the point where the automated hotline asked me about my language preferences and as an enthusiastic Lufthansa customer, I chose
German of course. The only thing after that was a second automated menu in German after which I was soon transferred to a dialect Indian-English speaking call centre agent. It was really funny and I don't want to imagine the frustration somebody must feel who isn't firm in Hindi, excuse me, English. The only problem I had was the total inability of that guy to get any valuable information out of his system and to compensate for this inconvinience he decided to keep me on hold for the next 30 minutes. A call to the hotline in Frankfurt the next morning finally made a booking possible.
The rest of the time now will be spend on choosing the right relocation company and the selling of our beloved car. I believe, it's not getting too boring the next couple of weeks.

And now for something completely different. Our neighbour and friend Tomoko was given a present (lacking a manual) for Christmas by her "no not really"-boy friend, or "definitely not after that present" boy friend. Anyway
a few days ago we got the chance to see the gift first hand and afterwards had a very long discussion over what on Gods earth that thing might be.

We are still not completely agreeing on this topic and are still indecisive between rocket on a stick, organic utter-simulator and erotic toy for wood lovers and other tree huggers. Therefore we decided to ask you, our beloved readers, about your ideas or recommendations. I mean, Tomoko has a right to know why she suddenly and very accidently lost that guys phone number. So please, write your ideas into the comment section of our blog. We are definitely looking forward to your creativity!!!