Nachdem wir uns ja nun lange genug mit so Kleinigkeiten, wie einer Wohnung, Autos und sonstigen unwichtigen Sachen beschäftigt haben, wird es nun für uns Zeit sich der harten Realität zu stellen. Der Suche nach ehrlicher und harter Arbeit.
Auch wenn die Rezession natürlich auch vor Neuseeland nicht halt macht, hat Sabine bereits einige Gespräche, sowohl mit Personalberatern als auch mit einigen Agenturen hinter sich gebracht. Das Feedback war durchgehend positiv, doch waren bisher nur Einstiegpositionen zu besetzen. Auch schien es etwas schwierig den Kiwis zu erklären, welche Verantwortung Sabine in ihren bisherigen Jobs zu tragen hatte. Die von ihr verwalteten Etats entsprechen hier bisweilen dem Jahresumsatz der gesamten Agentur. Trotzallem war das Feedback in Bezug auf ihren Background sehr positiv und gibt uns auch die Hoffnung, dass sich hier in den nächsten Monaten eine Chance ergibt. Eine Agentur überlegt sogar, ob sie sich in ihren Teams nicht etwas umstrukturiert um Sabine einstellen zu können. Wir lassen uns einfach überraschen, was die Zeit so bringt.
Auch ich hatte bereits die Gelegenheit vor ein paar Wochen den Geschäftsführer eines kleinen Telekommunikationsanbieters kennenzulernen und mich mit ihm über den hiesigen und den deutschen Markt zu unterhalten. In Neuseeland ist es extrem wichtig, dass man sich Kontakte aufbaut und potentielle Arbeitgeber einen kennenlernen. Zudem konnte ich diese Woche zwei weitere Gespräche führen. Zum einen mit einer recht großen Personalberatung und zum anderen mit Vodafone. Vor allem dieses Gespräch war wirklich interessant für mich (auch hier ging es noch nicht um eine spezifische Stelle). Die Dame aus der Personalabteilung fragte mich zu keinem Zeitpunkt über irgendwelche Noten aus, ihr war nur wichtig welche Aufgaben ich bisher gemeistert und welche Verantwortung ich bisher getragen hatte. Im völligen Gegensatz zu Deutschland sah sie in meinem doch eher generalistischen Werdegang auch keinen Nachteil, sondern einen klaren Vorteil. Ein für mich doch sehr seltsames Gefühl, wenn man aus deutschen Bewerbungsgesprächen eher das Gegenteil gewöhnt ist.
Die nächsten Wochen werden auf alle Fälle spannend und wir hoffen natürlich hier so schnell wie möglich wieder arbeiten zu können... schliesslich wollen wir ja noch eine Weile bleiben. :)
Freitag, 27. März 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen