Dienstag, 3. November 2009

Why it is a good thing to get up at 3.00am, just to have a little run...

Am letzten Sonntag war es endlich soweit. Nach 8 Monaten Vorbereitung, mehr als 800 gelaufenen Kilometern, einem zweiten Paar Schuhe, unzähligen Müsliriegeln und jeder Menge Powerade stand am 01. November unsere große Prüfung bevor. Sabine musste beim Halbmarathon (21,1km) bezwingen und ich wagte mich an die ganz große Herausforderung... den Marathon (42,2km). Um auch gleich ein paar möglichen Fragen vorzubeugen - nein - die Distanz wird nicht über mehrere Tage aufgeteilt, Autos sind auch nicht zugelassen, nicht einmal Golfcarts. Nachdem wir schon zwei Tage zuvor unsere Startnummer und den Timing-Chip abgeholt hatten, standen am Samstag Abend die letzten Vorbereitungen für unseren großes Tag an. Die Rückseite der Startnummern wurden mir der eigenen Krankengeschichte, Notfall- Kontakten und -Nummern versehen, diese dann an die Laufshirts geheftet. Der Timing-Chip wurde an den Schuhen befestigt, die Pulsuhren warmgelaufen, Bananen und isotonische Getränke bereitgestellt und natürlich ein riesiger Teller Nudeln gegessen.



Nach einer viel zu kurzen Nacht klingelte um 3.00 Uhr morgens unser Wecker. Wer bitte kommt auf die wahnsinnige Idee einen Marathon um 6.10 Uhr zu starten? Also, außer den Kiwis, meine ich? Nach einem ausgiebigen Runner-Frühstück ging es dann auf zur Fähre nach Devonport. Da in der Nacht ja Halloween gefeiert wurde, begegneten wir auf unserem Weg noch unzähligen Partygängern, die sich langsam auf den Weg ins Bett machten, während wir da ja gerade rausgefallen waren. Nach einer kurzen Überfahrt mit einem wunderschönen Blick auf die erleuchtete Skyline ging es dann in Devonport auf die King Edward Parade zum Start. Das erfrischenste Erlebnis kam, als es Zeit wurde unsere warmen Jacken auszuziehen und uns für den Start vorzubereiten. 8 Grad Celsius verschaffen einem in kurzen Hosen und T-Shirt wirklich frische Gedanken. Um 6.10 Uhr war es dann für mich soweit, während Sabine noch bis 6.45 Uhr warten musste. Dank der ersten Sonnenstrahlen konnten wir nun auch endlich sehen wohin es gehen sollte (
nachts Sonnenbrillen zu tragen, verschafft einem nicht wirklich den nötigen Durchblick). Die erste Hälfte des Laufs führte uns durch die North Shore. Es ging von Devonport nach Takapuna und weiter über North Cote, die Harbour Bridge, an der Westhaven Marina vorbei zum Victoria Park. Das Wetter meinte es wirklich gut mit uns und so bekamen wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Meer geboten. Die Strecke war besonders für Sabine interessant, da es eigentlich nur bergauf und anschließend wieder bergab ging (sie hatte fast nur in der Ebene trainiert). Im Victoria Park war für Sabine dann nach 21,1km Schluss für die sie sehr gute 2h28min benötigte. Eine Gemeinheit für die Marathonläufer war bei Halbzeit die Nähe zum Ziel. Wir liefen ganze 200m an unserem späteren Endpunkt vorbei. Entspannung, Ruhe, einfach nur sitzen und ein kühles Bierchen trinken in greifbarer Nähe... aber dann 200m vor der Erfüllung dieses wundervollen Traums - abbiegen nach links und sich mit jedem Schritt weiter davon entfernen. Wirklich gemein so eine Streckenführung. Also Zähne zusammenbeißen und weiterlaufen. Durch den CBD, am Frachthafen vorbei, über Mission Bay nach Saint Helliers Beach und weil es so lustig war das Ganze auch gleich wieder zurück. Hier draußen wurde der Lauf dann auch psychisch anstrengender, da sich das Feld auseinander gezogen hatte und auf langen Passagen kaum Zuschauer anfeuerten. Auch gab es für mich die Begegnung der 3ten Art als mir bei Kilometer 24 der spätere Sieger entgegen kam - nein - rannte, flog... mit nur noch 3km zu laufen. In diesem Moment kam ich mir langsam vor, sehr, sehr langsam. Die letzten 7-8km waren wirklich die schwierigsten und es ging für mich nur noch darum im Rhythmus zu bleiben und einfach anzukommen. Die Entschädigung für die Strapazen gab es dann aber auf der Zielgerade. Ein unglaubliches Gefühl vor hunderten Menschen die letzten Meter zum ersten eigenen Marathon zu laufen. Vergessen waren alle Schmerzen und Anstrengungen, nicht nur der letzten Kilometer sondern auch der gesamten Vorbereitung. Nach 4h12min war es geschafft. Wahnsinn! Das Gefühl sich selber zu beweisen zu was man in der Lage ist und über diese Ziellinie zu laufen... ein Traum!



Auch wenn ich sicher noch 1-2 Tage brauche bis mein Treppensteigen wieder halbwegs normal und nicht wie Joe Cocker beim Singen aussieht, glaube
ich nicht, dass dies mein letzter Marathon war. Wir hatten einfach eine super Zeit!




Last Sunday it was finally time. After 8 month of preparation, more than 800km being run, a second pair of shoes, uncounted cereal bars and tons of Powerade on November the 1st we faced our huge challenge. Sabine had to conquer 21,1km for her half-marathon while I was facing the really big challenge... the marathon (42,2km). To obviate some questions right away - no - it's not possible to divide up the distance over a couple of days and you're not allowed to use cars, not even Golf-Carts. After we collected our race numbers and timing chips two days earlier, we had to go through the last preparations for the big event. We put our medical history, emergency-numbers and -contacts on the back of our race numbers and attached them to our running shirts. The timing chip was stuck to our shoes, the heart rate monitors prewarmed, bananas and isotonic drinks prepared and of course, we had a huge bowl of pasta for dinner.

The alarm went of at 3.00am
after a far too short night. Who on earth, by the way, came up with the crazy idea to start a marathon at 6.10am? I mean, other than a Kiwi? After a huge runners breakfast we went to catch the ferry to Devonport. Saturday night of course was Halloween so we met a lot of party people on our way. They on their way to bed, the nice and warm place we got kicked out so recently. After a short boat ride across the harbour (incl. a nice view of the Auckland skyline) we arrived in Devonport and made our way towards the King Edward Parade - the starting line. We had our most refreshing experience of the day when we took of our jackets to prepare for the start of the race. You really become refreshed enjoying 8 degrees Celsius in a t-shirt and shorts. Finally at 6.10am I got underway while Sabine had to wait a little longer until 6.45am. Thanks to the first sunbeams we were finally able to see where to go (having your sunglasses on during the night doesn't really help with a much needed perspective). The first half of the run took us thru the North Shore. We went from Devonport to Takapuna and on thru North Cote, the Harbour Bridge, along Westhaven Marina towards Victoria Park. The weather definitely was on our side and we could enjoy a beautiful sunrise over the ocean. The track was most interesting to Sabine because it was just going up and down (and she had just trained on even roads). Sabine finished her 21,1km after 2h28min at Victoria Park. The meanness for us marathon runners was the fact that we were so close to the finish line. Just 200m separated us from it. Recreation, Quietness, just sitting down, having a beer so close... but then 200m in front of that wonderful dream, we had to take a hard left and were getting further and further away. The organisers did that on purpose, that's for sure, Bastards! So, clench your teeth and keep on running. Thru the CBD, along the container harbour, along Mission Bay towards Saint Helliers Beach and because it has been so much fun, all the way back again. Out there the run became psychologically more straining because the running field fell apart and far less supporters cheered us on. Furthermore I had an encounter from outer space. When I passed the 24km mark the future winner came the other way - no - running, flying with just 3 more km to go. I really felt very, very slow at that moment. The last 7-8km where among the most straining, it was all about keeping the rhythm and just making it. I received the compensation for all the hardness on the final meters. It was an unbelievable feeling to run the last couple of steps of your very first marathon and that in front of hundreds of people. All the pain, the strain, not only from the last km but also from the whole preparation and training just vanished. I did it after 4h12min. Crazy, unbelievable! To prove to yourself what your are capable of and crossing that finish line... a dream! Even so it might take me another 1 or 2 days to finally go down the stairs in a normal way and not like Joe Cocker singing, I think, that this hasn't been my last marathon. It was a great time!


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