Sonntag, 20. Dezember 2009

Merry Christmas to all!



Es ist doch einfach unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Da reist man mal kurz ans andere Ende der Welt und schon ist wieder Weihnachten. Nur so ganz wahr haben wollen wir es dann doch noch nicht. Das Wetter passt einfach überhaupt nicht zu Lichterketten, Weihnachtsmännern und -Bäumen oder Geschenke kaufen.

Auch die jährlich stattfindende Farmers Christmas Parade konnte daran nichts ändern. In Auckland seit vielen Jahren eine Institution, konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen dabei zu sein, wenn riesige Schneemänner durch die Häuserschluchten schwebten und Männer in Röcken wundersame Instrumente spielten. Mit den großen Paraden in den USA konnte Auckland verständlicherweise nicht mithalten, aber die Atmosphäre war dafür deutlich familiärer und es war schon lustig den ganzen teilnehmenden Vereinen und Vereinigungen bei ihren Darbietungen zuzusehen.





Aber auch unsere Nachbarschaft hat sich als wahres Zentrum des weihnachtlichen Wahnsinns herausgestellt. Die Bewohner der Franklin Road in Ponsonby (2 Minuten zu Fuß von uns) fechten jedes Jahr einen Wettkampf mit dem Titel "Wer hat die meisten Lichter am Haus" aus. Das Spektakel dauert den ganzen Dezember und sobald es dunkel wird staut sich der Verkehr auf der Strasse, die Bürgersteige sind mit Schaulustigen, Kindern, Eltern mit Weingläsern, Musikanten und Eisverkäufern gefüllt. Einige Anwohner arbeiten sogar komplexe Lichtshows aus und hinterlegen sie mit passender Musik. Ein wirklich tolles, kitschiges aber auch sehr lustiges Event. Nur eines möchte ich nicht zu Gesicht bekommen... die Stromrechnung für den Monat Dezember!







Auch wenn Auckland eigentlich ein Dorf ist, so lernen wir doch immer noch neue Plätze kennen. Sabines Mentorin Lorraine nahm uns einen Abend unter ihre Fittiche und zeigte uns, dass man nie zu alt für anständiges Barhopping ist. Der Abend startete im Shanghai Lil's am unteren Ende der Franklin Road. Von außen völlig unscheinbar, gibt es noch nicht einmal ein richtiges Schild, dass einem den Weg weisen würde. Sobald man aber durch die Tür tritt, wechselt man kurzerhand den Kontinent und fühlt sich in eine alte chinesische Opium-Höhle versetzt. Tolles Interieur, zum Teil Live Musik, hervorragende Cocktails und ein Besitzer der definitiv ein wandelndes Geschichtsbuch ist. Anschließend ging es für uns weiter in den Gypsy Tearoom, eine Szene Kneipe in Grey Lynn um dann kurz die Straßenseite zu wechseln und endlich auch etwas zu Abend zu essen. Das "delicious" war unsere Wahl. Ein italienisches Bistro / Restaurant, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Klein, keine Möglichkeit für Reservierungen, immer voll aber unbedingt einen Besuch wert. Die selbstgemachten, gefüllten Nudeln waren einfach ein Gedicht. Lorraine, vielen Dank es war ein unvergesslicher Abend!

Wir haben uns in den vergangenen Wochen aber nicht nur die Bäuche vollgeschlagen, sondern waren natürlich auch weiterhin sportlich aktiv. Schließlich müssen wir ja für den Sommer unsere Bikinifigur wieder auf Fordermann bringen.
Bei mir stand am letzten Wochenende der Alver Classic Fun Run auf dem Programm. Ein Spaßlauf den Freunde von uns organisiert haben und bei dem es eine Halbmarathondistanz zu bewältigen galt. Wie man dies tat (ob zu Fuß, gehend oder laufend oder doch unter Zuhilfenahme von zwei Reifen, einer Kette und ein paar Pedalen) blieb jedem selbst überlassen. Man musste lediglich seine anvisierte Zielzeit angeben (damit zum Schluss alle zur selben Zeit ankommen). Wir hatten traumhaftes Wetter und der Lauf sowie der anschließende Brunch waren eine schöne Gelegenheit wieder neue Leute kennenzulernen.


Damit aber nicht genug. Das schöne Wetter hier will ja schließlich genutzt werden, somit wurde nun auch offiziell von uns die Strandsaison 2009 / 2010 ausgerufen. Um den großen Wellen in Piha oder Muriwai gewachsen zu sein, rüsteten wir auf und nennen nun zwei hochprofessionelle Boogie Boards unser eigen. Auf dem Weg zum Wasser sehen wird damit auch schon richtig schick aus... lediglich an unserer Performance im Wasser müssen wir noch ein bisschen feilen. Das hat momentan noch eher etwas von unbeholfenem Untergehen als rasantem Surfen. Aber wir arbeiten an unserer Technik.

Zu guter Letzt haben wir nun auch unseren ersten Besuch aus Deutschland bekommen. Damit sie sich auch gleich gut einleben konnten, haben wir alle (quasi als Anti-Jetlag-Maßnahme) erst einmal den ganzen Tag durch Auckland gescheucht und am Abend auch gleich noch nach Ponsonby. Ich kann nur sagen, wir waren beeindruckt von ihrem Durchhaltevermögen. Wahrscheinlich hätten sie uns auch noch heftig verwünscht, wären sie beim Aufschlagen auf dem Bett nicht sofort eingeschlafen. Sabine und Jörg schickten wir am nächsten Tag gleich auf die große Reise durchs Land, während Heinrich die nächsten Tage einen kurzen und knackigen Auckland-und-Umgebung-Crashkurs erhielt. Nach 5 Tagen ging es dann auch für ihn im Rahmen einer Reisegruppe los. Damit uns auch in den nächsten Tagen nicht langweilig wird, stehen die nächsten Besuchstermine auch schon wieder fest. Wir freuen uns drauf!

So, nun allen schöne und erholsame Weihnachtstage, viele Geschenke und dann einen guten Rutsch ins neue Jahr.



It is really unbelievable how fast time goes by. In one moment you shortly move to the other end of the world and in the next moment it's Christmas again. Right now that fact is quite hard to take for us because the weather and climate is absolutely not matching all the lights, Santa Claus and Christmas trees or even buying presents.

Even the annually held Farmer's Christmas Parade didn't help us. In Auckland the parade is a must, that's why we had to watch huge snowmen drifting in between the skyscrapers and men in skirts play weird instruments. The event couldn't of course compete with the US counterparts but therefore the atmosphere was much more family oriented and it was really funny to watch all the different participants doing their thing.

Furthermore our neighbourhood decided to become the true centre of Christmas madness. Every year all the residents of Franklin Rd. (approx. 2 min. by foot from us) enter an unofficial competition with the title "Who's house is the brightest one". The racket last all December and as soon as it gets dark there are traffic jams in the street, millions of people on the sidewalks, kids, parents with wineglasses in their hands, musicians and ice cream vendors. Some of the residents even work out complex lightshows including the right background music. It's a really fun and cheesy event. There's just one thing I would be really scared of... the power bill for December.

Also Auckland is kind of a village, we still get to know lots of new and exciting places. Sabine's mentor Lorraine took us out one night and showed us that you are never to old for a good night out. We started our evening at Shanghai Lil's at the lower end of Franklin Rd.. From the outside there is not much to see, not even a sign showing you what kind of bar you are about to enter. As soon as you walk through the door you suddenly change the continent and feel like you entered an old Chinese opium den. Great interior, live music, excellent cocktails and the owner is definitely a walking history book. After a decent drink we went on to the Gypsy's Tearoom, a famous bar in Grey Lynn and then across the street to finally get something to eat. We chose the "delicious", an Italian bistro / restaurant, that definitely stood up to its name. Small, no reservations, always packed but always worth a visit. The homemade pasta was fabulous. Lorraine, thank you for a fantastic evening!

Eating wasn't all we did through the last couple of weeks, of course, we also were quite sporty. With a definite need to get our bodies "beach presentable".
On my agenda was the Alver Classic Fun Run which was a fun half-marathon organised by friends. The way how you decided to conquer the distance was up to you. You just had to tell the organisers your ETA to ensure that everybody would finish at the same time. We had perfect weather and had great opportunities during and after the run to meet new people.
But that's actually not all. To fully enjoy the great weather we officially started our beach season 2009 / 2010. To be a match for the big waves in Piha or Muriwai we bought ourselves two highly professional boogie boards. We really look good on our way to the water by now... but actually... I think we have to improve our performance in the water a little bit more. At the moment it's a bit closer to coordinated sinking than real surfing. But we work on our technique, promised.

Last but not least, our first visitors have arrived from Germany. And to help them to quickly adjust to the time zone and weather (kind of an anti-jetlag-management) we pushed them around Auckland all day long and in the evening even up to Ponsonby. We were really impressed by their will to go through this experience. Maybe they would have cursed us in a really bad way, but fortunately for us they fell asleep as soon as they hit their mattresses. Sabine and Joerg went on their way the very next morning, while Heinrich was getting a short crash course in terms of Auckland and it's beaches. After 5 days he also left and joined a travel group for the rest of his stay. To ensure that the next couple of days are not going to be boring, we have a couple of visitors already on standby. We are definitely looking forward to them.

But now, merry Christmas to everybody, we wish you all the best, lots of presents and a happy new year!

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