Die letzten Wochen standen bei uns trotz aller Wetterkapriolen klar im Zeichen der Kunst. Zuerst öffnete die Auckland Art Fair ihre Tore und wir konnten ein wirklich buntes Sammelsurium unterschiedlichster Stilrichtungen, Schaffensphasen (zumindest waren wir uns bei einigen Werken nicht sicher, ob der Künstler seinem inneren Kind die Ausführung seiner Idee überlassen hatte) und sonstiger Herangehensweisen bewundern. Der Mix der unterschiedlichen Arbeiten war beeindruckend, auch wenn uns nur sehr wenige Arbeiten wirklich überzeugten. Allerdings merken wir auch, dass wir schon eine Weile hier sind, denn wir haben gleich mehrere unserer Freunde und Bekannte auf der Messe getroffen. Auckland ist halt doch ein Dorf. Weil wir nach der Messe sowieso schon voll auf Kunst fixiert waren, nahmen wir ein paar Tage später auch gleich die Einladung zu einer Ausstellungseröffnung in einer Gallerie an. Eine befreundete Künstlerin (Lucy Bucknall www.lucy-bucknall.co.nz) stellte dort eine ihrer Arbeiten aus und wir liessen uns die Gelegenheit zu einer Besichtigung natürlich nicht entgehen. Was uns wirklich beeindruckte, war aber die Tatsache, wie schnell ihre Arbeit verkauft wurde. Nur 40 Minuten nach Eröffnung hatte ihre Arbeit (das mit Abstand teuerste Stück der Ausstellung) einen neuen Besitzer gefunden. Da können wir nur gratulieren und wo wir gerade davon sprechen... das taten wir natürlich umgehend zumal auch noch Lucy Geburtstag hatte. Im Anschluss ging es dann weiter in Richtung "DeBrett" einem kleinen Boutique-Hotel in Auckland mit einer hervoragenden Küche. Das Resultat war ein unglaublich lustiger Abend, an dem wir wieder viele neue Leute kennenlernen konnten. Was für uns hier so interessant ist, dass wir vor allem Menschen aus Berufen und Branchen kennenlernen, mit denen wir bisher noch nie Berührungspunkte hatten. Dieser Abend machte dabei auch keine Ausnahme und so erweiterten wir unsere Kontaktliste um Mode- und Schmuckdesigner, Schriftsteller und Schauspieler.
Damit unsere Freizeitgestaltung hier aber nicht zu einseitig wird, ging es gestern abend mit unseren deutsch-schottischen Nachbarn (Ulf und Debbie) zum New Zealand International Comedy-Festival. Wir haben uns die Show von Janey Godley aus Schottland angesehen. Sehr witzig... vor allem wenn man sich an den leicht zu verstehenden Glasgow-Akzent gewöhnt hat. Ein wirklich gelungener Abend!

Nach all den geistigen und hochtrabenden Aktivitäten haben wir uns aber auch noch ein richtig großes Ziel gesetzt. Ich verrate es hier auch nur um für uns den Druck zu erhöhen es durchzuziehen. Wir haben uns für den Auckland Marathon am 1. November angemeldet. Selbst während ich hier gerade die Zeilen schreibe, wird mir bei dem Gedanken an die 42km doch ein bisschen anders. ...oh Gott, oh Gott... auf was haben wir uns da bloß eingelassen... Aber wir brauchen ja auch wirklich mal eine anständige Herausforderung... so ein bisschen Auswandern reicht uns einfach irgendwann nicht mehr. Also schauen wir mal, wie weit wir kommen und Anfeuerungsrufe werden (am 1. November) gerne entgegen genommen.
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