Mittwoch, 29. April 2009

Verkehrserziehung, Handwerker und das alles Down Under!

Letztes Wochenende schlug ich hier die aktuelle Ausgabe des New Zealand Herald auf und blätterte gemühtlich durch die Seiten. Ich kam an einer ganzseitigen Anzeige vorbei, die mich auf den ersten Blick an die Werbung einer neuseeländischen Pitstop Variante erinnerte. Nicht wirklich beeindruckt wollte ich gerade weiterblättern, als ich bemerkte was hier eigentlich beworben wurde..

Leicht irritiert habe ich mir dann die Anzeige genauer angesehen und überlegte schon, ob es nicht Sinn machen würde bei einem solch guten Angebot nicht gleich einmal auf Vorrat einzukaufen... man weiss ja schliesslich nie, ob man nicht mal das ein oder andere Ersatzteil benötigt. Als ich mir gerade die Einkaufstasche greifen wollte, viel mir dann doch der kleine Satz am Ende der Seite auf... Neuseeland hat wirklich eine interessante Art Verkehrserziehung zu betreiben. Wenn man den Verkehr hier allerdings mal über einen längeren Zeitraum erleben durfte, wird einem die Sinnhaftigkeit solch drastischer Maßnahmen aber schnell bewußt. Denn um das Einstiegsalter (15!!!!! Jahre) auszugleichen, braucht der potentielle Fahrer nur eine Theorieprüfung abzulegen um seine Learners Permit zu erhalten. Richtig fahren lernen hält ja auch nur auf und wen interessiert das überhaupt, wenn man zum Ausgleich auch gleich mal nicht versichert ist...!?

Ein weiteres interessantes Erlebnis hatten wir letzte Woche, nachdem unser Landlord beschlossen hatte einige Ausbesserungen an unserem Townhouse vornehmen zu lassen (schliesslich möchte er für sein Anwesen möglichst bald einen neuen Besitzer finden). Wir bekamen also letzte Woche Besuch von Anthony, der die Schönheitreparaturen im Zeitraum von 3 Tagen durchführte. Es waren ein paar kleinere Löcher in den Rigips-Wänden zu schliessen und danach ein bisschen weiße Farbe aufzutragen. Anthony arbeitete an den 3 Tagen fleissig an unseren Wänden, verschönerte unseren Teppich mit ein bisschen Staub vom Abschleifen derselbigen und pinselte was das Zeug hielt. Das Ergebnis war interessant, denn er besserte nur vereinzelte Wände oder Stellen auf Wänden aus, was zur Folge hat, dass die Farbe (alt und neu) nicht wirklich identisch ist. Die Farbe der Türrahmen noch viel weniger zu dem neuen Weiß passt und er nach meiner Meinung auch das Abschleifen von ein oder zwei Stellen vergessen hat. Uns stört die Verschönstaltung der Wohnung nicht wirklich, aber als Auftraggeber würde ich doch die ein oder andere kleine Nachfrage haben. Heute abend kommt jedenfalls unser Landlord auf einen kurzen Besuch vorbei und ich bin mal auf sein fachmännisches Urteil gespannt.

Zum Abschluss noch eine kurze Impression für alle die sich schon immer gefragt haben, wie denn ein solcher Wahnsinnsblog entsteht... down under versteht sich!

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