Sonntag, 19. April 2009

Happy Easter at Lake Taupo!


Unser erster Feiertag hier unten rückte näher und Barb und Michael waren der Meinung, dass die beiden Neu-Kiwis diesen nicht alleine in der langweiligen Großstadt verbringen sollten. Also luden sie uns kurzerhand in ihre "Bach" (Ferienhaus) an den Lake Taupo ein. Das Haus liegt auf der recht wenig erschlossenen Westseite des Sees, der der Größte in Neuseeland ist. Zudem befindet er sich in der Caldera eines Supervulkans, die vor 22.600 Jahren entstand. Es ist halt immer wieder beruhigend, wenn man darüber nachdenkt worüber man gerade mit dem Boot fährt.

Wir fuhren Donnerstag Mittag los und nach einem kleineren Stau in Auckland schafften wir die Strecke dann in passablen 3,5 Stunden. Die Strecke verläuft, vor allem gegen Ende, durch wunderschöne Landschaften. Leider hatten wir aber auch eine Begegnung der etwas anderen Art mit der ansässigen Tierwelt. Ein lokaler Greifvogel war der Meinung, dass es auf der Fahrbahn einfach extrem bequem war und man diesen ankommenden Ford Escape einfach mal aussitzen sollte. Da diese Tiere aber für spontanen Entscheidungen bekannt sind, wollte dieses Exemplar auch keine Aussnahme darstellen und startete dann doch (wenn auch etwas unmotiviert) ca. 30 cm vor unserem Wagen. Er fand die Inspektion unseres rechten Scheinwerfers dann aber derart langweilig, dass er sich auch gleich wieder auf die Fahrbahn warf... wobei wir auch immer noch diskutieren, ob es sich nicht um einen Fall von FUI (Flying under Influence) handelte.

Abgesehen von diesem kleineren Zwischenfall verlief der Rest der Fahrt ruhig. Die "Bach" selbst empfanden wir gefühlstechnsich zweigeteilt. Der erste Stock war nett und gemütlich eingerichtet, während das Erdgeschoss (man kann es auch fast Keller nennen) doch eher in der rustikalen Ecke angesiedelt war. Die Gästezimmer hatten einen nicht zu verleugnenden Jugendherbergscharm und auch die Betten hatten schon einmal bessere Zeiten gesehen... damals kurz nach der Besiedlung Neuseelands. Dieser Tatsache begegneten wir aber jeden Abend erfolgreich mit Wein und sonstigen schlaffördernden Drogen. Lediglich unser Rücken errinnerte uns jeden Morgen an das (schon lange abgelaufene) Haltbarkeitsdatum der Matratzen.

Den ersten Tag nutzten wir zusammen mit unseren Freunden für etwas Sightseeing und einer entspannten Runde Golf. Den kleinen weißen Ball hier durch die Gegend zu schießen ist deutlich unkomplizierter als in Deutschland. Das Club-Büro war nicht einmal besetzt und man warf das Greenfee (ganze 12 € pro Person und 18 Loch) einfach in einen Briefkasten uns los ging's. Abends sorgten Sabine und ich dann für osteuropäische, kulinarische Erlebnisse. Szegediner Gulasch, das hervoragend ankam. Die nächsten beiden Tage verbrachten wir dann auf dem See und hatten das Vergnügen Miss Moneypenny kennzulernen. Einem richtig coolen 70er Jahre Motorboot... zwar etwas untermotorisiert (130 PS ziehen ja nun wirklich keine Wurst vom Teller) aber dennoch richtig nett.


Auf dem See suchten wir uns dann einfach einen ruhigen Strandabschnitt, bauten unsere Campingstühle und -Tische auf und widmeten uns dem mitgebrachten Essen und Trinken.


Am ersten Tag hatten wir einen richtig netten Strand gefunden, wohingegen wir am zweiten Tag leider etwas Bekanntschaft mit der lokalen Tierwelt machen durften. Landeplatz Nummer 1 mußten wir uns mit ca. 5.000 Wespen teilen. Nachdem weder wir noch die Wespen sehr von der Anwesenheit des jeweils anderen begeistert waren, zogen wir weiter auf der Suche nach einer neuen Bucht. Wir fanden diese auch ziemlich schnell am Waihaha Beach. Nach einem stärkenden Picknick ging es dann am späten Nachmittag wieder zurück. Was wir allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht merkten, war die Tatsache, dass die Strandbewohner an dieser Location sehr wohl über unser Erscheinen erfreut waren. Denn was wir mit uns zurückbrachten, waren nicht nur die Eindrücke eines schönen Tages auf dem Wasser, sondern auch entspannte 20 Sandflystiche an jedem Bein... und sie jucken noch heute... AU! Diese Biester sind so groß wie kleine Fruchtfliegen und haben nicht umsonst den Spitznamen Noseeums. Man merkt nichts von den Stichen, von dem Jucken hat man dann aber fast 2 Wochen etwas. Kurzum: MISTVIECHER!

Alles in allem hatten wir aber eine wirklich schöne Zeit und haben die Tage trotz verbesserungsbedürftiger Matratzen und gefühlten 2.000.000 Stichen sehr genossen. ...und einen Schokoladenosterhasen gab es noch oben drauf.

P.S.: Die Schokoladenostereier sind in Neuseeland mit Marshmallows gefüllt... sehr gewöhnungsbedürftigt, wenn man die deutsche Version gewohnt ist. :)


1 Kommentar:

Olive Tree hat gesagt…

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