Dienstag, 16. März 2010

The end! ...but also a fresh start!

Unsere Sachen sind gepackt, die meisten Freunde verabschiedet, die Wohnung ist leer und eine Flasche Wein steht noch bereit um gleich im Kreise unserer lieben Nachbarn und ganz besonders lieben Freunden getrunken zu werden. Es war natürlich selbstverständlich, dass wir den letzten Abend bei Debbie, Tomoko und Ulf verbrachten. Um uns standesgemäß zu verabschieden, gab es hervorragende Lamb Shanks. Wir hatten einen wunderbaren und auch sehr lustigen Abend. Es war aber auch sehr seltsam, denn wir saßen wie schon unzählige Male zuvor beim Essen zusammen und alles fühlte sich auch wie immer an. Nur war es für uns der letzte Abend in unserer liebgewonnenen Heimat, in wenigen Stunden sollte unser Flieger gehen. Wir würden uns so schnell nicht mehr sehen. Ab nun gab es keine unkomplizierten Rufe über den Gartenzaun mehr, ob man nicht auf ein kaltes Bier oder ein leckeres Abendessen Lust hätte. Jetzt stehen 24h Flug und umfangreiche Planungen der Spontanität im Weg. Nachdem wir den Abend irgendwann nicht mehr weiter rauszögern konnten, führte kein Weg mehr an dem tränenreichen Abschied vorbei. Auswandern ist eine tolle Erfahrung, aber das manchmal notwendige Verlassen von Freunden ist einfach nur furchtbar. Immerhin gibt es schon Lichtblicke am Horizont, denn nicht nur Debbie und Ulf werden im Sommer nach Deutschland kommen, sondern noch einige weitere unserer Freunde und wir freuen uns natürlich jetzt schon riesig auf jeden Einzelnen.

Die letzte Nacht war dann auch sehr kurz und Schlaf fanden wir nur wenig. Wir mussten schließlich schon um 3.30 Uhr aufstehen und zum Flughafen fahren. Paula war so nett und chauffierte uns im wieder reparierten Familienbus dorthin. Nach dem sehr Großzügig-über-unsere-gefühlten-5-Tonnen-Übergewicht-hinwegsehenden-Einchecken hatten wir noch ein bisschen Zeit für einen Kaffee und Muffin mit Paula. Auch mit ihr fiel uns der Abschied natürlich sehr schwer und Sabines Wasserverbrauch war verständlicherweise nicht ganz unerheblich.

Nun gab es dann aber auch wirklich kein zurück mehr und unsere Rückreise startete mit Air New Zealand in Richtung Melbourne. Nach knappen 3.5h und weiteren 1.5h in Melbourne ging es dann weiter mit Singapur Airlines nach Singapur, wo wir 7 h später landeten. Die Maschine war leider ein etwas älteres Modell, sodass die Sitze nicht mehr den neuesten Standards entsprachen. Zum Ausgleich saßen wir neben dem Teamcaptain der Melbourne Victory Fußballer. Seine Mannschaft war gerade auf dem Weg zu einem AFC Champions League Spiel gegen Beijing Guoan. Wir scheinen im allerdings nicht zu viel Glück gebracht zu haben, die Mannschaft verlor das Spiel mit 0 – 1. Ups!

Nach der Ankunft in Singapur ging es dann für uns mit der Hälfte des Gepäcks ins Hotel. Die andere Hälfte war der Meinung gewesen noch ein bisschen in Melbourne zu bleiben und erst am Abend mit einer Quantas-Maschine nachzukommen. Da wir uns von solchen Kleinigkeiten nun wirklich nicht aus der Ruhe bringen lassen, ging es für uns nach einer erfrischenden Dusche auch gleich auf eine kleine Erkundungstour durch die Stadt. Die Stadt an sich hat uns trotz oder wahrscheinlich gerade wegen der neuen, glitzernden Wolkenkratzer nicht wirklich gefallen. Für uns vermittelte Singapur das Gefühl einer riesigen Mall mit einer Unmenge an hochpreisigen Läden. Wir hätten gerne etwas mehr vom alten Singapur gesehen. Dafür fehlte uns leider ein bisschen die Zeit. Was unseren Stopover aber trotzdem sehr interessant machte, war das extrem abwechslungsreiche Essen. Besonders die Krokodilsuppe und eine speziell gewürzte Ente waren wirklich hervorragend.




Nach nur zwei Tagen ging es dann aber auch schon wieder weiter. Am Flughafen hatten wir mit dem, in der Zwischenzeit noch schwerer gewordenen Gepäck, noch einmal richtig Glück. Die Dame am Schalter erhöhte als erstes unsere persönlichen Gepäckgrenzen um dann über die letzten Zusatzkilos auch noch hinweg zu sehen. Nach der aktuellen Preisliste hätten wir sonst locker 1.200 US$ bezahlen müssen. Danke an dieser Stelle noch einmal an die besagte Dame! Der Flug von Singapur nach Frankfurt verlief sehr ruhig und wir konnten die neue Business Class von Singapur Airlines richtig genießen. Ein richtiges Bett ist schon wirklich etwas nettes bei einem 12h Flug.

In Frankfurt angekommen, traf uns wettertechnisch dann aber erstmal richtig der Schlag. 3 Grad und alles grau in grau. Dazu noch jede Menge unfreundliche und hektische Menschen. Sabine und ich standen mehrfach kurz vor der Entscheidung panisch zum nächsten Schalter zu laufen und den nächsten Flug zurück zu buchen. Neben dem letzten bisschen Vernunft hielt uns auch einfach die Tatsache zurück, dass an dem Abend keine Flieger mehr in die gewünschte Richtung abhoben. Wir mussten so oder so die Nacht im Hotel verbringen. Nachdem wir uns mit diesem Schicksal dann auch endlich arrangiert hatten, ging es noch kurz nach dem Einchecken an die benachbarte Tankstelle, wo wir uns stilecht jeder eine Dose Gute Nacht-Bier besorgten.

Am nächsten (immer noch kalten, nassen und viel zu grauen) Morgen fuhren wir zuerst zu einem sehr leckeren Frühstück nach Wiesbaden (nochmals vielen Dank Joe!), bevor wir uns auf die letzte Etappe unserer Reise machten. Nach einem herzlichen Willkommen in unserer neuen Bleibe in Düsseldorf und ersten Erzählungen unseres Big OEs fielen wir abends auch erst einmal richtig erschöpft ins Bett.



Die folgenden Tage standen für uns dann im Zeichen deutschen Beamtentums. Rückmeldung in Deutschland, Besuch des Arbeitsamtes, Beantragung der Lohnsteuerkarte (die wir beim ersten Besuch des Bürgerbüros vergessen hatten), weitere Besuche beim Arbeitsamt und sonstiger organisatorischer Kleinkram. Die Behördengänge waren für unser Heimweh nach Neuseeland auch nicht wirklich hilfreich. Aber da müssen wir nun mal durch. Für Sabine standen zudem gleich noch ein paar Bewerbungsgespräche an, die sie natürlich bravourös meisterte... wie denn auch sonst!? Jetzt müsste nur noch ein Job dabei herausspringen, was aber sicherlich nur eine Frage der Zeit ist. Ein bisschen Selbstbewusstsein muss man ja haben.

Was haben wir denn in den ersten beiden Wochen sonst noch so getan? Zuallererst natürlich krank geworden. Bei diesem verdammt kalten und fiesen Wetter kann man das ja auch nur, vor allem wenn man aus 26 Grad und Sonnenschein kommt. Ansonsten mussten wir natürlich unbedingt unser Lieblingsrestaurant (Die Brauerei zum Schiffchen in der Altstadt - www.brauerei-zum-schiffchen.de) besuchen. Was uns dabei wirklich überraschte, war die Tatsache, dass wir auch noch sofort erkannt und mit einem fröhlichen „Was macht denn ihr hier?“ begrüßt wurden. Ich glaube, wir waren vor unserer Abreise wohl doch ein bis maximal zweimal hier.


Was bleibt bis heute zu sagen... Wir vermissen Neuseeland, Auckland aber ganz besonders unsere lieben Freunde, die wir zurücklassen mussten und es wird uns auch regelmäßig schwer ums Herz, wenn wir an sie denken. An Deutschland haben wir uns noch nicht wirklich gewöhnen können, aber wir sind von unseren Freunden hier mehr als toll empfangen worden. Vor allem in einer so herzlichen Art, die wir sicher nicht erwarten konnten. Ich denke wir werden noch ein bisschen mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge hier herumlaufen und sind schon sehr gespannt, was unsere alte Heimat so alles für uns in den nächsten Monaten bereit hält.




The rest of our stuff is packed, we said goodbye to most of our friends, our townhouse is empty and the last bottle of wine is waiting to be drunk with our lovely neighbours – some very special friends. It was obvious that our last evening in Auckland was reserved for Debbie, Tomoko and Ulf. For the proper NZ-farewell Ulf had prepared some excellent lamb shanks. We had a beautiful and very funny evening with marvellous food and some nice wine and it just felt like all the times before. The only difference was that is was our last evening and that, in just a couple of hours, we had to leave all this behind. We wouldn’t see us for quite a while. No more easiness, no more relaxed calls over the garden fence for a cold beer or a nice dinner. Now there would be 24 hours of flight and some serious preparations involved. After there was really no way of extending the evening any further we had to face the tearful goodbye. The experience of moving to another country is really great but saying goodbye to friends is just awful. At least we can see the light at the end of the tunnel, because in a couple of month we meet not only Ulf and Debbie in Germany but also quite a few of our other Kiwi friends. …and we are looking forward to every single one of them.

The last night was quite short and we weren’t able to get much sleep. Mostly because we had to get up at 3.30 am to drive to the airport. Paula was really nice and offered us a ride in her freshly repaired family van. After a very helpful I’m-so-not-looking-at-your-5-ton-overweight-luggage from the check-in lady we had still a little bit time left for a coffee and a muffin with Paula. Again saying goodbye was the hardest thing and especially Sabine had quite a high water usage.

Now there was no turning back and we left New Zealand with an Air New Zealand flight to Melbourne. After a rather short 3.5h flight and an additional 1.5h stopover we left to Singapore, where we landed roughly 7h later. The plane was unfortunately a bit old so that the seats weren’t the latest model. Anyway at least we had the chance to sit next to the team captain of the football club Melbourne Victory. He and his team were on the way to an AFC Champions League match against Beijing Guoan. Unfortunately we didn’t bring them the best of luck. They lost 0 – 1. Ups!

After arriving in Singapore with half of our luggage we drove directly to our hotel. The other half thought is would be a great idea to stay a bit longer in Melbourne and check out the city (ok, probably more the conveyer belts of the airport). At least the missing 50% of our luggage then decided to take a later flight and we met again the same night. Not being bothered by such a trifle we left the hotel after a refreshing shower and went sightseeing. Honestly, even with all these super shiny skyscrapers or probably because of them we didn’t really like Singapore. It was just too clean, too boring and we think it has more in common with a huge sterile shopping mall than with an interesting city. We would have loved to see a bit more of the “old” Singapore. Unfortunately we didn’t have too much time. But what we really enjoyed during our time there was the food. Especially the crocodile soup and the roasted duck with secret ingredients were stunning.

After just two short days we already had to leave again. Arriving back at the airport we had another very lucky encounter with a nice check-in lady. Our luggage was even heavier after two days and so the lady decided to first of all significantly increase our allowed weight limit and then ignored the rest of the excess kg. I calculated that her niceness saved us at least 1,200 US$. Again… thank you very much! The flight back to Frankfurt was quiet and we enjoyed the new Singapore Business Class. Being able to lie down in a real bed during a 12h flight is definitely priceless.

Back in Frankfurt… we were shocked! Weatherwise! 3 degrees and everything was grey and wet. As a nice add-on we got to experience the fun of meeting tons of unfriendly and hectic people. Welcome back to Germany. Sabine and I had quite a hard time not to panic and run back to the nearest airline counter to buy tickets for the next flight back. I think it was the last bit of residual sanity and the fact that no flight was leaving that night in the desired direction that we stayed strong and in Germany. After accepting our fate we checked into our hotel and organized two cans of a good-night-beer at the local petrol station.

The next morning (still cold, wet and grey) started with a nice breakfast in Wiesbaden (thanks Joe!) before we started the final stage of our journey. After being offered an incredibly warm welcome at our (temporary) new home and lots of stories about our Big OE we went to bed – exhausted.

The following days were our “welcome back” from the German bureaucracy. Getting the official return notice, visiting the unemployment office, getting a tax number, more visits to the unemployment office und tons of other small stuff. All that official stuff didn’t really help us to get rid of our homesickness towards New Zealand. But that’s just something we have to accept. In addition Sabine had a couple of job interviews right away, which were quite good… I mean what else would you expect!? It would be really nice if those would end up in a job offer. But I think it’s just a question of when… a bit of self-confidence doesn’t hurt, does it?

What else did we do during our first two weeks back in town? First of all we got sick. Which is not that surprising when you come right out of summer with 26 degrees and sunshine and end up here. Other than that we had to visit our favourite restaurant (Die Brauerei zum Schiffchen in der Altstadt – www.brauerei-zum-schiffchen.de) of course. Especially the reaction of one of the waiters was really funny. He recognised us immediately and just meant “Damn, what are you guys doing here?”. I think we’ve been to that place before… but I think it was just once or twice!

So, what’s the conclusion of all of that? We miss New Zealand, Auckland but most of all our beloved friends who we had to leave behind. It’s still hard and we get sad as soon as we think of them. We haven’t really arrived in Germany so far but our friends here gave us an incredibly warm and loving welcome. I think we will have our laughing and crying eye for some time to come but we are also excited and curious of what our old home has in storage for us over the next couple of months.

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